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Turfcast fragt im Dutzend – Christian Freiherr von der Recke

Mai 6, 2008 by  

turfcast.de – Christian Freiherr von der Recke und sein Team arbeiten da wo andere Ferien machen. Feriencharakter hat seine Arbeit und die seines Teams ganz und gar nicht, aber die gute Atmosphäre des Ortes Weilerswist (knapp 30 km von Köln entfernt) wirkt sich bestimmt zusätzlich positiv auf die tägliche Arbeit aus. Doch die Erfolge des Trainers nur dem Trainingsort zuzuschreiben wäre vermessen. Denn hier stimmt es im Stall. Die Arbeit ist gut verteilt, das Verhältnis von Häuptlingen und Indianern ist ausgewogen, optimale Trainingsbedingungen stehen zur Verfügung, der Pferdeverstand und ein Händchen für die Auswahl von Pferden mit Potential funktionieren.
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„Something british is in the air“ of Weilerswist, vielleicht ist auch das das Erfolgsrezept? Auf jeden Fall bestehen gute Kontakte auf die Insel, schon alleine aus Christian von der Reckes Zeit als Assistenztrainer bei Mr. A.P. Jarvis in England. Aber auch einige, von Christian von der Recke trainierte Pferde, die in England liefen sorgten dort für Aufmerksamkeit und Furore. Man denke nur an den ersten Hindernissieg in England, der durch ein in Deutschland trainiertes Pferd gelang. Dieses Pferd kam, wie sollte es auch anders sein, aus diesem Quartier. Am 24.01.2002 gelang dies, der damals 4-jährigen Stute Eluna (Unfuwain – Elisha), mit Peter Gehm im Sattel. Einen Monat später wiederholte sie diesen Triumph, bei dem sich die Stute und der Trainer wirklich etablierten, denn von einem „Eintagsfliegeneffekt“ konnte nun nicht mehr die Rede sein.

recke-siegerehrung.jpg2007 gelang Christian von der Recke und seinem Team das Doppelchampionat für Flach- und Hindernisrennen. Ein Ergebnis von Können, Fleiß und einer optimalen Zusammenarbeit eines Teams.
Genauere Informationen zu Werdegang des Trainers und seines Teams, zu Trainingsanlage, Trainingsliste und aktuelle Berichte findet man auf der von Christian von der Reckes Frau Claudia stets auf aktuellem Stand gehaltenen und mit viel Leben gefüllten Homepage: www.rennstall-recke.de.

Doch nun kommt der Duale-Trainerchampion Christian Freiherr von der Recke zu Wort.

1. Frage: Wie sind Sie zum Rennsport gekommen?
Mein Opa und Vater haben schon erfolgreich Rennen als Amateure geritten. Mein Vater ritt weiter und ging oft zur Rennbahn.

2. Frage: Auf welches Pferd aus Ihrem Stall würden Sie ohne lang zu überlegen €100,00 wetten?
Auf Paradise Search (4-jährige Stute von Rainbow Quest – Moonlight Paradise), wenn sie auf Gras im 4-jährigen- sieglosen Rennen läuft. Das Rennen wird gut ausgesucht, damit die GAG Marke nicht zu hoch wird.

3. Frage: Verraten Sie uns den ultimativen Dreijährigen aus Ihrem Stall?
Hidalgo (Tagula – Darling Smile) hatte ich viel Mumm drauf und er hat sich weiter verbessert.

4. Frage: Welcher Handicapper aus Ihrem Stall klettert in der kommenden Saison mindestens einen Ausgleich höher?
Major Key (5-jähriger Wallach von Majorien – Chanteuse de Jazz) – für 800 pounds in Doncaster ein guter Kauf mit französischer Prämienchance.

5. Frage: Gibt es ein Pferd in Ihrem Stall, das sich demnächst Black Type holt?
Das wird schwer.

6. Frage: Auf was achten Sie, wenn Sie ein Pferd auf einer Auktion kaufen?
Das Pferd muss gut ins deutsche System passen um es gut zu platzieren.
Das Pferd muss gesund sein.
Das Pferd darf nicht zu teuer sein.

7. Frage: Wie ist Ihre Meinung zur Strukturreform?
Die Idee ist gut. Die Aktiven geben schon lange einen Teil ihrer %-te ab, damit die Sache ins Rollen kommt, doch trotz allem geht es langsamer voran, als man es sich als Aktiver wünscht. Die vorgegeben Termine sind überschritten und der Sponsor und das Geld fehlen dringend!

8. Frage: Nennen Sie bitte die Gründe warum Sie gerne in Weilerswist trainieren!
Die Traininsanlage hat viel Gutes:
– zentrale Lage egal wo hin man fahren möchte
– Nähe zu guter Tierklinik
– tolle Halle 20 mal 60 Meter
– gut aufgeteilte Boxen
– ideale Sand und Grasbahn
– tolle Sprünge
– grosses Haus für die Familie
– genügend Platz für die Angestellten
– man ist allein und kann so trainieren, wie es für jedes Pferd am besten ist

9. Frage: Mal angenommen, Sie hätten ein Pferd im Stall mit dem alle großen Rennen möglich wären. In welches Rennen würden Sie es in Deutschland schicken? In welches Rennen würden Sie es im Ausland schicken?
Wenn es gut genug ist da, wo es gutes Geld gibt, der Spassfaktor kommt dann von alleine.

10. Frage: Wie würden sich Galopprennen, die ohne Peitsche gelaufen werden von denen, die mit Peitsche ausgetragen werden unterscheiden?
Sie würden sich nicht unterscheiden, es gibt auch dann einen Sieger, drei platzierte und den Rest unplatziert, genau so, als wenn alle mit Peitsche reiten.

11. Frage: Würde ein Peitschenverbot im Rennen das Image des Rennsports verbessern?
Das Image wird nicht viel besser und ein Rennen ist am Ende auch ein Kampfsport -natürlich mit fairen Mitteln!

12. Frage: Was sollte ein Besucher, der zum ersten Mal auf die Rennbahn kommt unbedingt machen?
Sich einen Platz oben im Restaurant besorgen mit Blick über die Rennbahn
In jedem Rennen etwas Geld auf Sieg und Platz setzen. Eine Rennbahnführung mit Otto Gervai in München-Riem mitmachen

Für weitere Informationen und Gespräche stehen der kommunikative Trainer und seine Frau Claudia von der Recke unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:
hompage-recke.jpgRennstall Recke
Hovener Hof
53919 Weilerswist
Tel. (0 22 54) 84 53 14
Fax (0 22 54) 84 53 15
info@rennstall-recke.de
www.rennstall-recke.de

© Text & Foto: turfcast.de, München

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