Traditioneller Kölner TNT-Turf Termin
Mai 25, 2007 by Ekbert
Köln- Der Renntag besitzt schon eine gewisse Tradition. Eigentlich ist er fast gar nicht mehr wegzudenken aus dem Saisonprogramm im Weidenpescher Park. Zumal der TNT-Turf-Termin seit „ewigen Zeiten“ am zweiten Pfingstfeiertag stattfindet. Ohne weiteres vergleichbar mit dem Ostermontag, der jahrzehntelang eine feste Verbindung mit dem Kölner Frühjahrs-Ausgleich eingegangen war, bis er erst in den letzten Jahren eine noch deutlich höhere sportliche Wertigkeit erfuhr.
Wenn sich heutzutage ein global ausgerichtetes Unternehmen wie TNT all die Jahre am Pfingstmontag immer wieder neu mit dem Galopprennsport liiert, dann ist das zugleich stets irgendwie auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. Schließlich begann jenes Business, welchem sich TNT verschrieben hat, einst mit reitenden Boten und den ersten Postkutschen. Jedenfalls stand über Jahrhunderte vor der großen Motorisierung das Pferd immer auch mit im Mittelpunkt all jener Unternehmungen, die wir heutzutage unter den Sammelbegriff „Logistik“ stellen.
Darüber hinaus war ja gerade das Rennpferd zugleich ein Inbegriff oder Symbol für Tempo und Schnelligkeit. So gesehen passen die rassigen Vollblüter sehr gut zu einem modernen Logistikunternehmen. Tempo und Schnelligkeit sind schließlich das A und O, wenn es heute darum geht, den Container X von B nach C zu liefern. Oder das Dokument Y von D nach E zu holen.
Früher mögen es Tage und Wochen gewesen sein. Heute zählen Stunden und Minuten. Und manchmal sicher auch Sekunden. Rasant und rasend ist die Zeit mittlerweile fortgeschritten. Entfernungen, die vor ein paar Jahrzehnten noch fast unüberwindbar schienen, werden jetzt in Stunden gemessen.
Kontinente liegen gerade mal um die Ecke. Die großen Ozeane, kaum enden wollende Wüsten oder sich über Hunderte von Kilometern erstreckende Hochgebirgsketten überfliegt der TNT-Jet nonstop binnen weniger Stunden. Von Norden nach Süden oder Osten nach Westen. Und umgekehrt genauso schnell.
Schneller und noch schneller. Diesem Anspruch fühlt sich das Logistikunternehmen TNT stets verpflichtet. Ein Anspruch, den seit Jahrhunderten auch jeder Vollblutzüchter hat: dass am Ende doch sein Pferd das schnellste von allen sein möge.
Tradition besitzt an diesem Pfingstmontag auch, dass die einzelnen Renntitel stets branchenbezogene Akzente setzten. Es ist jedes Jahr immer wieder aufs Neue wie ein Blick ins Schaufenster des Unternehmens TNT. Angefangen vom Global Express-Rennen über das 9:00 Uhr Express-Rennen, das 12:00 Uhr Express-Rennen, das Business Pak-Rennen, das Special Service-Rennen bis hin zum Economy Express-Rennen. Und nicht zu vergessen das Top-Ereignis des Tages, das TNT Express-Rennen um 16.40 Uhr.
Es handelt sich hierbei um einen Ausgleich II über 2.200 Meter. Die Gewichte variieren zwischen 60 Kilo und 53,5 Kilo. Unter der höchsten Bürde tritt der Frontrenner Licato an. Mit „nur“ 53,5 Kilo belastet ist die am Platz trainierte vierjährige Enomis. Zusammen mit La Grand Dame (58 kg) vertritt sie das weibliche Element im Feld. Darlan (57,kg), Alpino (54 kg) und Classic Decision (54 kg) sind die weiteren Aspiranten in der mit 8.100 EUR bestdotierten Prüfung des Tages.
Moderator Wolfgang Rosendahl ist am TNT-Renntag – auch das besitzt Tradition – erneut der Mann für alle Siegerehrungen. Aber keineswegs allein nur das. Zwischen den Rennen wird er außerdem dem Publikum am Führring wieder zahlreiche interessante Informationen zustecken. Außerdem gibt es daneben bestimmt den einen oder anderen Tipp von ihm – oder zumindest einen genauen und fundierten Hinweis zur aktuell guten oder manchmal auch natürlich weniger guten Form der einzelnen Starter.
Für die Kleinen unter den Rennbahnbesuchern dürfte einmal mehr der neue Kinderpavillon die Hauptattraktion sein. Seit Anfang der Kölner Saison 2007 erstrahlt er in neuem Glanz. Überdies warten hier drei Betreuerinnen, um gleich mehrere Augen auf die quirlige Kundschaft zu werfen. Vater und Mutter können demzufolge zwischendurch auch einmal die Gelegenheit nutzen, ein halbes Stündchen in aller Ruhe am Führring die Pferde zu betrachten. Oder sich einfach auf ein Kölsch im Biergarten niederzulassen.
© Elke Reisdorff, Köln





