Europagruppe I – Highlight auf dem Grafenberg
Juli 20, 2007 by Ekbert

Düsseldorf – Ein weiterer Höhepunkt der Düsseldorfer Galoppsaison ist, neben dem Henkel Renntag um den Preis der Diana, die Austragung des Deutschlandpreises – Preis der Freunde und Förderer des Düsseldorfer Rennvereins. Diese Prüfung zählt ebenfalls zur sportlich höchsten Kategorie im Galopprennsport, der Europagruppe I, die in Deutschland nur sieben Mal ausgetragen wird.
Der seit 1888 ausgetragene Deutschland Preis wird über die klassische Derbydistanz von 2400 Meter gelaufen. Seit 1947 wird dieses Rennen in Düsseldorf ausgetragen und hat, neben dem Großen Preis von Baden, die größte internationale Tradition der sieben Gruppe I Rennen, denn bereits seit 1953 haben ausländische Pferde teilgenommen.
Im Deutschlandpreis waren überwiegend die deutschen Vertreter siegreich. Das zeugt von der hohen Qualität der heimischen Zucht. Dazu stellt der Deutschlandpreis wegen seiner Ausschreibung einen reizvollen Vergleich zwischen dem Derbyjahrgang und den älteren Pferden dar.
Ein qualitativ hochwertiges Feld schickt sich an, das Preisgeld von insgesamt 155.000,- € unter sich aufzuteilen. Darunter mit Schiaparelli, Dickens und Oriental Tiger die Plätze 1, 2 und 3 aus dem Deutschen Derby 2006.
Automobilbegeisterte können sich zudem auf ein ganz besonderes Highlight freuen. Das Rolls-Royce Phantom Drophead Coupé – das zur Zeit wohl exklusivste Cabriolet der Welt wird auf dem Grafenberg präsentiert werden. Der Prototyp 100 EX war erstmals 2004 auf dem Genfer Automobilsalon und kurz darauf in Köln präsentiert worden. Im Januar feierte das offene Luxusfahrzeug dann auf dem Autosalon in Detroit erfolgreich Premiere. In weniger als sechs Sekunden beschleunigt der 460 PS starke 6,75 Liter-Motor das 2.620 Kilogramm schwere Drophead Coupé von Null auf 100 km/h.
Die Modefans unter den geladenen Freunden und Förderern des Rennvereins freuen sich auf die weltweit edelsten Stoffe, die im Zelt von der italienischen Modelinie Kiton vorgestellt werden. Der italienische Luxus-Schneider Kiton legt größten Ehrgeiz darauf, dass alles aus einem Haus kommt. Vom Knopf bis zur letzten Naht. Vom Anzug bis zum Hemd. Das italienische Luxuslabel ist in Düsseldorf auf der Königsallee 28 vertreten.
STATS&FACTS:
Was haben die Ausnahmekönner Le Glorieux, Mondrian, Lomitas, Platini, Kornado, Sternkönig, Lando, Hollywood Dream, Ungaro, Nebos, Orofino, Acatenango oder Marienbard gemeinsam? Sie alle gewannen im letzten Vierteljahrhundert das Gruppe I Rennen am Grafenberg!
Der Deutschlandpreis wird bereits seit 1888 veranstaltet und gehört damit zu den ältesten deutschen Traditionsterminen. Seit 1947 wird dieses Rennen, zwischen 1997 und 2002 unter dem Patronat der WGZ-Bank, 2003 und 2004 als WestLB-Deutschlandpreis und seit 2005 als Preis der Freunde und Förderer des Düsseldorfer Rennvereins, ausgetragen. Der schnellste Sieger war 1994 „Sternkönig“ in einer Zeit von 2:25,3 Minuten.
Der erfolgreichste Jockey in diesem Rennen ist Fritz Drechsler, der zwischen 1958 und 1973 sieben Mal als erster über die Ziellinie kam, die erfolgreichsten Trainer sind Heinz Jentsch (8x) und Sven von Mitzlaff (7x).
Der letzte Ausländersieg datiert aus dem Jahr 2004, als Albanova unter Terry Hellier für Frau K. Rausing triumphierte. Davor konnten sich Marienbard (2003) Mutafaweq (2002), Ibn Bey (1990) und der große Le Glorieux (1987) in der Siegerliste verewigen.
Die Starter im Deutschlandpreis – Preis der Freunde und Förderer des Düsseldorfer Rennvereins
1 DICKENS:
Beim Jahresdebüt Vierter im Gran Premio de Milano. War in diesem Rennen einen Kopf vor Donaldson, dem Gewinner des Deutschlandpreises aus dem letzten Jahr. War 2006 hinter seinem Gegner im diesjährigen Deutschlandpreis, Schiaparelli, Zweiter im Deutschen Derby. Kommt aus dem Stall von Hans Albert Blume, der zuletzt mit den Siegen von Aspectus und Bussoni für Aufsehen sorgte.
Gesamtgewinnsumme: 127.580,- €
2 EGERTON:
Der Veteran im Hauptrennen – der 6-jährige Hengst aus dem Gestüt Röttgen muss sich aber nicht vor den jüngeren Gegnern fürchten. Egerton konnte in diesem Jahr bereits den JAXX – Grand Prix Aufgalopp, Gr. III in Köln gewinnen und war auf Gruppe II – Ebene im 36. Großer Mercedes Benz – Preis in Baden-Baden hinter dem Shooting Star und Galopper des Jahres 2006, Prince Flori, Zweitplatziert. Der von Peter Rau trainierte Hengst kennt bislang eigentlich nur gute Leistungen.
Gesamtgewinnsumme: 413.913,- €
3 ORIENTAL TIGER:
Der 4-jährige Auenqueller Hengst, von Trainer Uwe Ostmann in Mühlheim vorbereitet, geht mit einem Dritten Platz aus dem 111. IDEE-Hansa-Preis in das Düsseldorfer Rennen. Oriental Tiger komplettiert die Führungsriege aus dem Deutschen Derby 2006, bei dem er hinter Schiaparelli und Dickens den Zielpfosten in Horn überquerte. Konnte bei seinen bisherigen Starts nur einmal als Sieger vom Geläuf geholt werden – das war bei seinem ersten Lebensstart in Düsseldorf, wo er seine Maidenschaft direkt ablegen konnte. Danach lief Oriental Tiger stets mindestens unter die ersten Vier, im fehlte aber immer ein Quentchen Glück beim Rennverlauf.
Gesamtgewinnsumme: 267.300,- €
4 SCHIAPARELLI:
Der Starter aus dem Hause Schiergen ist frischer Gruppe II – Sieger. Schiaparelli konnte Ende Juni den 111. IDEE-Hansa-Preis für sich entscheiden. Davor war er in München auf gleicher Ebene Drittplatziert. Schiaparelli hatte in 2006 ein äußerst erfolgreiches Rennjahr – konnte 5 Rennen gewinnen, darunter auch das Deutsche Derby. Der Hengst kennt das Geläuf in Düsseldorf, wurde dreijährig Zweiter im Deutschlandpreis, musste sich nur Donaldson geschlagen geben, der im vergangenen Jahr den Deutschlandpreis gewinnen konnte.
Gesamtgewinnsumme: 413.700,- €
5 CONILLON:
Drittplatziert beim letzten Start im 172. Oppenheim-Union-Rennen, Gruppe II in Köln. Der Hengst aus dem Stall von Andreas Wöhler hat sich seit dem Saisondebüt über einen Ausgleich II und ein Listenrennen auf Gruppeniveau stetig gesteigert. Der 3-jährige Hengst dürfte, auch wegen des Gewichtsvorteils von 6 ½ kg, gute Chancen besitzen. Conillon hat Nennungen für weitere Gruppe I – Rennen in Deutschland. Wurde kurzfristig auf Grund des zu weichen Bodens in Hamburg aus dem diesjährigen Deutschen Derby gestrichen. Der Boden in Düsseldorf wird ihm mehr liegen.
Gesamtgewinnsumme: 35.850,- €
6 FIRST STREAM:
Zweiter Vertreter des dreijährigen Derbyjahrgangs neben Conillon. Trainer Mario Hofer schickt mit First Stream einen der gestrichenen Ittlinger Derbystarter ins Feld, die auf Grund des Bodens in Hamburg zum Nichtstarter erklärt wurden. Der Hengst gewann bislang ein Listenrennen in Baden-Baden, versuchte sich aber bereits auf Gruppeparkett und wurde Dritter im German Tote – Bavarian Classic in München. Dürfte in diesem Feld eher zu den Außenseitern gehören.
Gesamtgewinnsumme: 18.600,- €
Insgesamt werden 9 interessante Pferderennen veranstaltet, in denen 72 Pferde an den Start geführt werden. Neben dem mit 6 Pferden besetzten Gruppe I – Rennen, versprechen die anderen Rennen ebenfalls allerhöchste Spannung. Im 8. Rennen um 17.45 Uhr wird die lukrative Viererwette ausgespielt, bei dem sich die Wetter schon häufiger über Quoten im sechsstelligen Bereich freuen konnten.
Eine frühe Anreise ist zu empfehlen, da mit großem Andrang gerechnet wird.
Folgen Sie den Ausschilderungen zu den Parkplätzen Metro und Staufenplatz – zusätzlich kann die Ernst-Poensgen-Allee beidseitig halbhüftig beparkt werden.
Vom Metroparkplatz fährt ein kostenloser Busshuttle-Service die Rennbahn an. Ab Staufenplatz ist ein kostengünstiger Busshuttle-Service der RheinBahn eingesetzt. Ebenfalls wird wieder die Einbahnstrasse ab der Fahneburgstrasse eingerichtet, sodass diese 2spurig befahrbar sein wird.
Selbstverständlich findet auch wieder eine attraktive Wettnietentombola statt. Die Gewinner dürfen sich über Wettgutscheine von wettenLEIP und Gutscheine aus dem Fitnessbereich, wie Personal Training, freuen.
Die lieben Kleinen können auf Wunsch im „Baby Walz“ Kinderhort betreut werden, oder sich beim Ponyreiten wie ein richtiger Jockey fühlen.
Alle Besucher können ihre Wetten bargeldlos mit ihrer EC- oder Kreditkarte VISA, MAESTRO, MASTERCARD oder Geldkarte an den Kassen 17 und 18 im Innen- bereich und 23 und 24 im Außenbereich in der unteren Etage der 1. Tribüne durchführen. Sollte es bei dem Ausfüllen der Wettgutscheine Probleme geben, können an allen Kassen die Wetten angesagt werden.
© Sascha von Treel, Düsseldorf





