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Scalo rennt allen davon

Mai 26, 2010 by  

20100524muc_deu_466_cropturfcast.net – München hat am Pfingstmontag den Derbyfavoriten 2010 gesehen. Der Sieger des Frankfurter Frühjahrspreis des Bankhaus Metzler Scalo (Foto) kam mit weisser Weste an die Isar. Nachdem er in Dresden hochüberlegen seine Maidenschaft ablegte, standen in Frankfurt die Antennen auf Sieg. Scalo enttäuschte nicht. Auch am Pfingstmontag im Bavarian Classic, der bayerischen Derbyvorprüfung über 2000m, ließ er seinen Gegnern keine Chance und sich die weisse Weste nicht nehmen. Auch wenn man im Schlussbogen und bis in die Mitte der Zielgeraden noch den Eindruck hatte, dass es diesmal mit dem Sieg schwierig werden könnte. Gaetan Masure musste sich schon zeitig ordentlich rühren, doch auf einmal bekam Scalo die zweite Luft, machte den entscheidenden Satz weg vom Feld und lief mit gespitzten und noch grünen Ohren durchs Ziel. Ein sympathisches Ittlinger Pferd aus dem Quartier von Andreas Wöhler, das noch gerne fürs Siegerfoto posierte.

Dahinter lief der Park Wiedinger Hengst Wheredreamsare unter Alex Pietsch ein starkes Rennen und gab auch seine Visitenkarte ab. Nightdance Paolo aus dem Kölner Quartier von Peter Schiergen komplettierte unter Filip Minarik das Spitzentrio. Keep Cool enttäuschte etwas, konnte keine richtigen Akzente setzen und landete auf Rang vier.

Filip Minarik kann mal wieder als Mann des Tages gelobt werden, er hat an diesem wunderschönen Pfingsmontag drei Rennen gewonnen, einmal mit Manduras aus dem Stall von Markus Klug, ein weiteres für seinen Chef Peter Schiergen mit dem Königstiger Sohn Zirkel aus dem Gestüt Bona und last but not least mit der talentierten Stute Waky Li aus dem Stall von Jutta Mayer, die in den Farben des Stalls Allez les bleus angetreten war.

Jutta Mayer sah man an diesem Pfingstnachmittag oft mit ihrem Handy am Ohr und das mit gutem Grund, denn einer ihrer treuesten Stallbewohner hatte einen Einsatz in Meran. Maistro, Seriensieger 2008, absolvierte eine mit 16.500 EUR dotierte Prüfung über 2400 m und schaffte unter Mirco Demuro einen schönen zweiten Platz. Leicht war dieses Rennen für ihn sicher nicht, denn sein Jockey ließ in weite Wege gehen.

Die Münchner (Pferde-)Damen ließen sich nicht lumpen und zeigten den Herren die Eisen. Surabaja unter Katha Irmer gewann unter den Augen von Phillip Lahms Eltern ihr erstes Rennen in diesem Jahr. Auch wenn sie wegen Behinderung (sie kreuzte im Finish die Spur von Chinook) 420 EUR an Chinook abgeben muss – die Freude im Besitzer und Trainerlager wurde dadurch nicht getrübt und Katha Irmer ist dem „Jockey“ wieder einen Punkt näher gekommen.

Susi Wlodkowski hat sich nach einer nicht unerheblichen Trainingsverletzung an der Schulter wieder zurückgemeldet und mit Frank Petzkos Argenta aus dem Quartier von Dieter Ronge den Ausgleich III über 2000 m vor Schachspieler und Ophelia Queen gewonnen.

Alexander Pietsch, der eine starke Saison reitet, konnte zweimal punkten. Beide Male für Waldemar Hickst, der im ersten Rennen Daressalam sattelte und diesen nach hochüberlegenem Sieg wieder vom Geläuf holte. Der immer behutsam eingesetzte Singspiel Sohn war in dieser Prüfung günstig untergekommen, dürfte aber künftig wohl wieder auf Black Type Ebene angetroffen werden. 85 kg ist die aktuelle GAG Einschätzung.

Das Amateurrennen am Ende der langen Karte (10 Rennen) holte sich unter Sven Schleppi der Schimmel Le Veinard, der von Besitzertrainerin Nastasja Caroline Volz vorbereitet und an die Isar geschickt wurde. Sven Schleppi musste lange auf seinen Einsatz warten, löste ihn aber souverän und hatte, wie Gaetan Masure, eine 100% Ausbeute – ein Ritt ein Sieg.

© Text: turfcast.net, München
© Foto: turfstock.com, München

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