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Von wegen Rentner! Uwe Ostmann und seine Rennpferde taufrisch

April 30, 2008 by Ekbert 

Logo MülheimMülheim – Viele sind mit 67 Jahren schon längst in Rente gegangen. Wenn sie sich für Rennpferde interessieren, dann meist nur als Zuschauer. Ganz anders der Mülheimer Galopper-Trainer Uwe Ostmann. Der 67-Jährige und seine Rennpferde erleben in dieser noch jungen Saison ihren x-ten Frühling. Ostmann, sein Stalljockey Terry Hellier, dessen Kollegen Pascal Jonathan Werning und Carolin Lippert beherrschen die Szene wie selten zuvor. Erst vor einigen Tagen konnte über Sieg Nummer 1.500 von Ostmann berichtet worden.

Klar, dass Ostmann auch am Sonntag (4. Mai) beim großen Sparkassen-Renmntag am Raffelberg vertreten ist, um mit seinen Schützlingen in der Erfolgsspur zu bleiben.

Das war nicht immer so. Beispielsweise 2007. Daran möchte sich Uwe Ostmann, der seine Pferde auf der Rennbahn am Raffelberg vorbereitet und auch für den Sparkassen-Renntag am Sonntag (erster Start: 14.20 Uhr) einige Starter gemeldet hat, gar nicht mehr zurückdenken. “Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal eine so schlechte Saison erlebt zu haben”, graust es dem Trainer-Routinier noch immer. Erst gegen Ende der Saison kam er mit seinen hoffnungsvollen Zweijährigen in Schwung. Liang Kay wurde Zweiter im Preis des Winterfavoriten, Laeya Star gewann den Weidenpescher Stutenpreis. Und schließlich sicherte sich Schützenjunker das Ferdinand Leisten-Memorial. 25 Siege standen 2007 zu Buche. Für Ostmanns Ansprüche viel zu wenig.

Der Start in die neue Saison war dafür um so verheißungsvoller. Schon neun Siege und elf Platzierungen stehen in der Anfangsphase der Saison bei nur 26 Starts zu Buche. Dabei liefen die Ostmann-Schützlinge für ihre Besitzer 134.100 Euro zusammen.

Drei so genannte große Rennen gab es auf deutschem Boden in diesem Jahr. Alle drei gingen an den Mülheimer Rennstall. Zwei Mal triumphierte der vierjährige Hengst Oriental Tiger aus dem Besitzdes Gestütes Auenquelle (Rödinghausen) von Karl-Dieter Ellerbracke und Peter Michael Endres. Oriental Tiger entschied den Grand Prix-Aufgalopp (Dotierung: 50.000 Euro) und den Gerling-Preis (65.000 Euro) in Köln für sich. “Er ist im letzten Jahr nur zwei Mal gelaufen, holt jetzt offenbar alles nach”, freut sich Ostmann, ein so starkes Pferd im Stall zu haben.

Zwischenzeitlich hatte auch noch Liang Kay das Dr. Busch-Memorial (50.000 Euro) in Krefeld gewonnen. In allen drei Rennen saß Ostmanns neuer Stalljockey Terry Hellier im Sattel.

Auch Hellier ist zufrieden. Neben den drei Siegen für seinen Chef steht auch noch ein Erfolg in einem hochdotierten Rennen in Italien zu Buche. Er siegte mit dem von Peter Schiergen (Köln) vorbereiteten Axxos in Mailand (89.100 Euro).

“Die Verpflichtung von Terry war eine Riesensache. Wenn er im Sattel sitzt, kann ich mich auf der Tribüne entspannen. Auch wenn die Pferde anders wollen, als wir es besprochen haben, Terry findet immer eine Lösung”, ist Ostmann voll des Lobes für seinen Stalljockey.

Für den mit 20.000 Euro dotierten “Großen Preis der Sparkasse Mülheim” über 2.200 Meter hat Uwe Ostmann auch ein Pferd aus dem Besitz des Gestütes Auenquelle angegeben. Die dreijährige Stute Auentime war schon als Zweijährige siegreich, gewann im November in überzeugender Manier in Köln. “Sie hat ein unwahrscheinliches Stehvermögen”, ist Ostmann von der Stute begeistert. “Egal, wie der Boden ist, sie kommt immer zurecht. Wenn alles glatt läuft, gehen wir mit ihr in den Preis der Diana am 3. August in Düsseldorf.”

Im Großen Preis der Sparkasse muss sich Auentime als einzige Stute mit sechs Konkurrenten auseinandersetzen: Der Spieler (Trainerin: Erika Mäder/Krefeld, Besitzer: Philipp Graf und Marion Gräfin von Stauffenberg/Arnsberg) kommt mit Lennart Hammer-Hansen an den Ablauf. Akiem, den Andreas Löwe in Köln für den Stall Molenhof (Belgien) vorbereitet, startet mit Andreas Suborics (Köln). Ostland, den Peter Schiergen in Köln trainiert und der aus dem Besitz des Stalles Hornoldendorf stammt, einer Besitzergemeinschaft der Familien von Schubert (Gütersloh) und Oetker (Bielefeld), wird von Filip Minarik (Köln) geritten. Mit Duellant (Norman Richter/Köln) hat Schiergen einen weiteren Starter im Rennen. Besitzerin ist Margot Herbert (Frankfurt). Norbert Sauer (Dortmund) bietet Santero (Besitzer: Rainer Hupe/Seevetal) mit Davy Bonilla auf. Little Fighter aus dem Trainingsquartier von Hans Albert Blume (Heumar) stammt aus dem Besitz des Stalles Lucky Owner (Klaus Hofmann/Neerpelt, Belgien) und wird von Jean-Pierre Carvalho geritten.

© MSPW, Mülheim

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