Turf-Legenden in St. Moritz
Februar 17, 2010 by Ekbert
turfcast.net – Zwei lebende Turf-Legenden setzen dem dritten Renntag von White Turf die Krone auf, wenn Lester Piggott (Foto) und Lanfranco Dettori St. Moritz einen Besuch abstatten. Während Lanfranco Dettori erst ein Mal im Engadin weilte (1993 war er Zweiter mit Art Sebal im Großen Preis von St. Moritz) und nun erneut in den Galopprennen in den Sattel steigt, kennt sich „Pokerface“ Lester Piggott bestens auf dem Rennplatz aus, denn er war schon oft ein gern gesehener internationaler Gast. Als Reiter verbindet beide – jeder zu seiner Zeit – der unbedingte Siegeswille und ein „Killer“- Instinkt wie es bei den Besten der Besten in jeder Sportart zu finden ist.
Bei Lester Piggott liegen diese Zeiten natürlich schon eine Weile zurück, denn seine Laufbahn beendete er bereits 1995. Den Namen „Pokerface“ verdankt der in seiner aktiven Zeit wohl bekannteste Jockey der Welt nicht seinen eiskalten Ritten, sondern seiner kaum wahrnehmbaren Mimik, die zu diesem Titel führte. Er glänzte mit Taten im Sattel. Elf Mal gewann der heute 74-jährige das englische Jockey-Championat, allein neun Mal das Derby seines Heimatlandes.
Abgesehen von den rein technischen Fähigkeiten und Stärken im Rennsattel könnte Lanfranco Dettori charakterlich kaum gegenteiliger sein als Lester Piggott. Er wirkt stets unbekümmert, trotz seiner zwischenzeitlich 39 Jahre immer noch jungenhaft und gut aufgelegt. Eben everybodys darling. Am Sonntag wird er Vlavianus im Gübelin 71. Großer Preis von St. Moritz reiten. Im GP Hotel Soldanella / Newmarket Races sitzt er im Sattel von Sweet Venture. Voraussichtlich bestreitet Lanfranco Dettori noch einen weiteren Ritt.
Zum Kultstar machte sich Lanfranco Dettori spätestens 1996 als er auf der königlichen Bahn in Ascot an einem der größten Renntage des Jahres mit starker Konkurrenz und großen Starterfeldern sämtliche sieben Rennen des Programms gewann. Der am 15. Dezember 1970 in Mailand geborene Lanfranco Dettori ist verheiratet und hat drei Kinder. Seit Jahren arbeitet er als Stalljockey für die im Galopprennsport dominierende Maktoum-Familie aus Dubai, besonders für Scheich Mohammed al Maktoum. Noch am vergangenen Donnerstag ritt er auf der neuen Rennbahn Meydan in Dubai drei Sieger und wird dort auch an diesem Donnerstag und Freitag in den Sattel steigen, bevor er nach St. Moritz reist.
Als weiteren prominenten Gast erwartet White Turf Renzo Blumenthal, der die Schweiz bei der vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 stattfindenden Weltausstellung in China vertritt, zu der 2,5 Millionen Besucher erwartet werden. Renzo Blumenthal wurde vor allem durch seinen Titel als „Mister Schweiz 2005“ bekannt.
© Text: Claudia Grasern, St. Moritz
© Foto: turfcast.net, München






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Was denken die Anderen...Turf-Legenden in St. Moritz…
Zwei der populärsten englischen Rennsportgrössen werden für den Abschlusstag in St. Moritz erwartet. Jockeylegende Lester Piggott und Starjockey Frankie Dettori….