Top

Saisonstart am Karfreitag in Bremen

März 31, 2010 by Ekbert 

20080831bad-0100.jpgBremen – Der Bremer Rennverein startet am kommenden Freitag (2. April) mit acht Rennen und voraussichtlich 70 Pferden in die neue Rennsaison. Dabei stehen zwei Rennen besonders im Blickpunkt.

Im vierten Rennen geht es für dreijährige Pferde im Preis der Vereinsmitglieder über lange 2100 m. In diesem Rennen kam in der letzten Saison der amtierende Derbysieger Wiener Walzer zu seinem ersten Sieg. Es folgten Siege im Oppenheim Union-Rennen (Gr. 11), dann der sichere Derbysieg (Gr. I) und anschließend der Erfolg im Rheinland-Pokal (Gr. I). Vor dem Start im Bremer Rennen hatte Wiener Walzer als Zweijähriger nur einen eher nichtssagenden Start absolviert.

Schon 2008 und 2007 bot das Rennen die Bühne für den Auftritt von Pferden, die anschließend im Blauen Band eine entscheidende Rolle spielten: 2008 wurde Solapur hier Zweiter, im Derby sprang anschließend ebenfalls der zweite Platz heraus. Auch Adlerflug, Derbysieger des Jahres 2007 kam in diesem Rennen zu seinem ersten Sieg. Kein Wunder also, wenn die gesamte Aufmerksamkeit des deutschen Rennsports am Freitag auf dieses Rennen gerichtet ist. Am Karfreitag bewerben sich nun sechs Teilnehmer darum, die Nachfolge des Derbysiegers zunächst einmal in Bremen zu übernehmen.

Preis der Vereinsmitglieder
1. Langley (Besitzer: Gestüt Ittlingen, Trainer: Andreas Wöhler) mit Eduardo Pedroza. Der Hengst startete seine Rennlaufbahn Mitte November mit einem sicheren Sieg in Frankfurt, lief anschließend in einem Listenrennen in Pisa unplatziert. Langley ist im Derby genannt.

2. Sauber (B: WH Sport International, T: Peter Schiergen) mit Andrasch Starke. Der vom Fährhof gezogene Hengst ist nach drei Starts noch sieglos, war aber bei jedem Start platziert. Er begann im August in Baden-Baden mit Rang vier, war Anfang Oktober in München Zweiter und wurde Anfang November in München Fünfter im Auktionsrennen. Sauber ist im Derby genannt.

3. Fascino (B: Georg Engel, T: Sascha Smrczek) mit Henk Grewe. Der Wallach konnte bei zwei Starts im Oktober noch nicht überzeugen, war zweimal Fünfter. Fascino hat Nennungen für Auktionsrennen.

4. Power (B: Gestüt Auenquelle, T: Uwe Ostmann) mit Pascal J. Werning. Power hat nur einen Start im August absolviert, war völlig geschlagen. Der Hengst hat eine Derbynennung.

5. Sword Catcher (B: Stall Widukind, T: Uwe Stoltefuß) mit Eugen Frank. Ein Start in einem gut besetzten Rennen für Zweijährige, er wurde Siebter von 15. Der Hengst hat Nennungen für verschiedene Auktionsrennen.

6. Mandy (B: Stall Mandy, T: Andreas Löwe) mit Andre Best. Die einzige Stute im Feld ist nach zwei Starts noch unplatziert, dürfte hier die größte Außenseiterin werden. Die Stute hat zur Zeit keine weiteren Nennungen.

GERMAN RACING Bremer Oster Sprint-Cup
Sportlich wertvollstes Rennen ist am Karfreitag der Bremer Oster Sprint-Cup, ein Listenrennen über 1300 m, dotiert mit 20.000 Euro, von denen 12.000 auf den Sieger entfallen. Hier ist ein kleines, aber erlesenes Starterfeld zusammen gekommen:

1. Walero (T: Uwe Ostmann) mit Pascal J. Werning. Walero und Pascal J. Werning haben am 1. Mai letzten Jahres das Bremer Auktionsrennen gewonnen. Sie krönten die letzte Saison mit zwei Siegen zum Abschluss im Oktober – zunächst ein Agl. I in Hoppegarten und anschließend das Grupperennen Badener Sprint-Cup (Gr. 111).

2. Key to Pleasure (T: Mario Hofer) mit Andreas Helfenbein. Der alte Haudegen Key to Pleasure ist auch dem Bremer Publikum bestens bekannt, der Wallach wurde im letzten Jahr Zweiter in diesem Rennen. Er hat natürlich mächtig Erfolge gesammelt, ist allerdings schon 10-jährig.

3. New Fan (T: Sarah Weis) mit Eduardo Pedroza. Der Wallach war einer der Aufsteiger im Jahr 2008, als er acht Rennen gewinnen konnte. Im vergangenen Jahr versuchte er sich auch auf Gruppe III-Ebene, blieb dabei aber unplatziert. Sein Vorteil könnte sein, dass er in diesem Jahr schon zweimal auf Sand am Start war.

4. Aturo (T: Christian Sprengel) mit Lennart Hammer-Hansen. Der Hengst hat ebenfalls schon Erfahrungen auf Gruppe-Level gemacht, konnte da bisher aber nicht überzeugen.

5. Marny (T: Hans-Albert Blume) mit Alexander Pietsch. Marny hat noch nicht den Anschluss in dieser Klasse gefunden, ist aber in diesem Jahr schon dreimal am Start gewesen, das könnte ihr Vorteile bringen.

Auch die weiteren sechs Rennen des Tages sind gut besetzt. Wie immer zu Beginn der Saison gibt es für die Wetter so einige Rätsel. Einige Pferde kommen aus der Winterpause – da könnte hier und da noch ein bisschen die Luft fehlen, andere sind durch Starts im Winter konditionell vielleicht ein bisschen im Vorteil für Spannung ist also auf jeden Fall gesorgt.

Auf die kleinen Rennbahnbesucher wartet wieder die große Kinderanimation mit verschiedenen Spiel- und Sportmöglichkeiten. Die große Hüpfburg und das Ponyreiten sind inzwischen Standardprogramm an jedem Renntag, der Rest wechselt häufig.

Neu ist der Termin für Rennbahnführungen: Die Führungen waren in den letzten Jahren zeitlich immer etwas eingeschränkt. Deshalb beginnt die Rennbahnführung bereits um 12:30 Uhr – wie immer kostenlos und wie immer an der Startstelle neben dem Waagegebäude. Der Rundgang mit dem Blick hinter die Kulissen ist dann rechtzeitig vor Beginn des ersten Rennens beendet. Erneut werden die Rennbahnführungen von Mitgliedern des Galopp-Club Bremen durchgeführt, der auch im vergangenen Jahr mit Bravour diese Aufgabe erledigt hat.

© Text: Klaus Martin, Bremen
© Foto: turfcast.net, München

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • MisterWong
  • Twitter
  • del.icio.us
  • LinkedIn
  • Technorati
  • LinkArena
  • MySpace
  • Yigg
  • Digg
  • Blogosphere News
  • StumbleUpon

Diskutieren Sie mit.

Ihre Meinung ist gefragt ...
wenn Sie wollen mit Avatar!


Die Leserkommentare an dieser Stelle geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sondern die unserer Leser. Die Redaktion behaelt sich vor, beleidigende, verleumderische, diskriminierende oder unwahre Passagen zu entfernen, Eintraege zu kuerzen und gegebenenfalls nicht zu veroeffentlichen.

Bottom