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Ostmann beim Saisonfinale

November 25, 2007 by Ekbert 

Logo MülheimMülheim – René Piechulek (Weilerswist) strahlte. Der designierte deutsche Nachwuchs-Champion gewann zwar am Samstag auf der “pferdewetten.de”-Galopprennbahn am Mülheimer “nur” ein Rennen. Doch dieser Sieg war gleichbedeutend mit dem Titel des “Mülheimer Nachwuchs-Champions”. In der Auftaktprüfung am Raffelberg hatte er mit dem von seinem Chef Christian von der Recke (Weilerswist) trainierten vierjährigen Wallach Kronos keine Probleme, die letzte Prüfung der Nachwuchs-Serie am Raffelberg zu gewinnen. Mit 15 Längen Vorsprung siegte er vor Fabulous Life (Kevin John Gately) und Quiet Storm (Belgacem Jlidi). “Ich bin sehr froh, diese Serie gewonnen zu haben”, sagte Piechulek, der auf insgesamt drei Erfolge in der Mülheimer Nachwuchs-Serie kam. 35 Punkte hatte er nach dem Finallauf auf seinem Konto – und damit mehr als doppelt so viele wie die beiden Zweitplatzierten Julia Nickol (Warendorf) und Sarah Steinberg (Köln) mit je 17 Zählern.

Grund zum Strahlen hatte auch Dana Majchszak (Düsseldorf). Die 19-Jährige, im zweiten Ausbildungsjahr bei Galopper-Trainer Ralf Rohne in Düsseldorf beschäftigt, gewann das zweite Rennen mit dem fünfjährigen Wallach One More Touch und holte so ihren dritten Jahressieg. Einen der anderen beiden Erfolge hatte sie ebenfalls mit One More Touch erreicht. “Anfang des Jahres hatte ich einen Trainingsunfall, brach mir dabei einen Lendenwirbel und musste drei Monate pausieren. Der Unfall ist aber verarbeitet. Jetzt will ich wieder angreifen”, hofft Majchszak auf eine erfolgreiche Sandbahn-Saison.

Auch einen Mülheimer Erfolg gab es zu feiern. Trainer Uwe Ostmann sattelte am letzten Renntag der Saison mit der dreijährigen Stute Palace Princess (Andreas Helfenbein) seine erste Siegerin im Jahr 2007 am Raffelberg. “So eine Saison habe ich seit dem Beginn meiner Trainer-Laufbahn im Jahr 1971 noch nie erlebt”, sagte Ostmann erleichtert und hofft auf das kommende Jahr. “Die Zweijährigen, besonders Schützenjunker und Liang Kay, haben zum Ende der Saison gute Leistungen gezeigt und lassen für 2008 hoffen.” Für das neue Jahr hatte Ostmann angesichts seines ersten “Heimsieges” am letzten Renntag am Raffelberg noch einen Tipp parat. “Wir ziehen im nächsten Jahr einfach den letzten Renntag auf den ersten vor”, flachste der Trainer.

Mann des Tages war Andreas Helfenbein. Neben den Siegen mit Palace Princess und mit Led Zeppelin im “Preis von Königsberg” war der Jockey aus Gierath auch mit Bedford Sun im “Preis von Carolinenhof” erfolgreich und kam auf drei Tagessiege. Damit schraubte er seine Jahresbilanz auf 97 Erfolge und kann sich durchaus noch Hoffnungen auf den Gesamtsieg im Jockey-Championat machen, zumal der zur Zeit noch führende Andrasch Starke ab der kommenden Woche in Asien reiten wird.

Helfenbeins Hauptkonkurrent dürfte damit Eduardo Pedroza (Ravensberg), der in Mülheim ein Rennen gewann und damit noch acht Punkte vor Helfenbein lag. “Die Entscheidung fällt erst am 31. Dezember. Bis dahin stehen noch einige Renntage auf dem Programm. Ich habe an den letzten vier Renntagen neun Siege geholt und werde weiter kämpfen”, kündigte Helfenbein an.
Die “pferdewetten.de”-Galopprennbahn in Mülheim geht nun in die Winterpause. Die erste Veranstaltung im neuen Jahr 2008 ist für Samstag, 8. März, vorgesehen. Zuvor steht am Dienstag, 11. Dezember, die Mitgliederversammlung des Rennvereins an.
Led Zeppelin macht im “Preis von Königsberg” die Musik “Stairway to heaven” heißt eines der berühmtesten Stücke der englischen Rockband Led Zeppelin. Bis in den Himmel werden die Stufen für den dreijährigen Hengst Led Zeppelin wohl nicht führen. Aber nach seiner ansprechenden Leistung im “Preis von Königsberg”, der Hauptprüfung (4.500 Euro) am letzten Renntag der Saison auf der “pferdewetten.de”-Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg, sollte von ihm noch einiges zu hören sein. “Er mag den weichen Boden. Ich hatte mit einem guten Laufen gerechnet”, freute sich Trainer Horst Steinmetz (Neuss) über den zweiten Jahreserfolg seines Schützlings. Für Jockey Andreas Helfenbein (Gierath), der den Hengst erst auf den letzten 300 Metern entscheidend eingesetzt hatte, war es ein leichter Sieg: “Ich habe unterwegs gemerkt, dass er noch Reserven hat. Er hat im Einlauf auch direkt reagiert.” Nach einem eher zögerlichen Start hatte Led Zeppelin zunächst die siebte Position inne, sich dann aber stetig verbessert. Der ebenfalls dreijährige Hengst Levato (Jozef Bojko/Gütersloh) hatte die Führung am Start übernommen und sie auch lange behauptet. Dahinter mischten Miranda’s Sprite (Pascal van de Keere) und Toselli (Steffi Hofer/Krefeld) mit. An vierter Stelle folgte mit Sethos (Jiri Palik/Pulheim) einer der Favoriten. Auch La Bamba (Eduardo Pedroza/Ravensberg) zeigte sich im Vorderfeld und konnte sich zwischenzeitlich sogar auf Platz drei verbessern.
Die Spitze behielt indes Levato, der bald mit Toselli seinen scheinbar einzigen ernsthaften Verfolger hatte. Hinter diesen beiden Pferden klaffte eine kleine Lücke, die dann aber mit Erreichen des Schlussbogens wieder geschlossen war. Die Favoriten Sethos und La Bamba hatten frühzeitig mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. Stattdessen kam jetzt Led Zeppelin richtig auf Touren, hatte rund 300 Meter vor dem Ziel die Spitze erreicht und setzte sich gleich merklich von der Konkurrenz ab. Fünf Längen betrug der Vorsprung im Ziel vor dem zweitplatzierten Toselli, der sich nach seinem letzten Mülheimer Sieg erneut stark verkaufte. Den dritten Platz sicherte sich mit einem Schlussspurt Timm’s Miracle (Stefan Hellyn) vor Levato. Die Favoriten Sethos und La Bamba landeten auf den Plätzen sechs und acht. “Manchmal hat man einen Lauf, manchmal nicht. Ich habe ihn derzeit”, lachte Andreas Helfenbein nach dem Rennen. Es war sein dritter Tagessieg. Für den Trainer Horst Steinmetz war es der zweite Erfolg des Tages. “Led Zeppelin wird jetzt in die Winterpause gehen”, kündigte Steinmetz an.

Der Wettumsatz lag beim letzten Renntag des Jahres in acht Prüfungen bei 153.661 Euro und damit mehr als 30.000 Euro über dem Ergebnis bei der vergleichbaren Samstag-Veranstaltung am Raffelberg zwei Wochen zuvor. Der Anteil der Außenwetten betrug diesmal 88.739 Euro. Allein im letzten Rennen, in dem eine Viererwette ausgespielt wurde, lag der Umsatz bei 38.253 Euro. Davon wurden rund 28.500 Euro außerhalb der Rennbahn gewettet.

© MSPW, Mülheim

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