Mögliche Starter im BMW 139. Deutsches Derby
Juni 28, 2008 by Ekbert

Liang Kay
Dai Jin – Linton Bay (Funambule)
Bes.: Stall Emina, Tr.: Uwe Ostmann, Mülheim/Ruhr, mögl.Jo.: Terence Hellier
GAG: 95,5 kg
Der aktuell beste Dreijährige im Feld des BMW 139. Deutsches Derby. Schlug den späteren Mehl Mülhens-Sieger Precious Boy im Dr. Busch-Memorial in Krefeld (Gruppe III, 1700m) mit einem Kopf-Vorsprung und gewann in Köln mit dem Union-Rennen (Gruppe II, 2200m) die wichtigste Vorprüfung zum BMW 139. Deutsches Derby sehr eindrucksvoll gegen Pferde wie Akiem, Daressalam, Santero oder Agapanthus. Seine Klasse steht völlig außer Frage, das einzige Fragezeichen ist das Stehvermögen. Seine Mutter Linton Bay war eine sehr gute Meilerin, und auch Liang Kay’s Halbschwester Laeya Star war auf der Meile zuhause. Am Tag des BMW 139. Deutsches Derby heißt es daher in Sachen Stehvermögen, Farbe zu bekennen.
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Top Lock
Nayef – Ermine (Cadeaux Genereux)
Bes: David Brownlow, Tr.: Andrew Balding, England, mögl.Jo.: Martin Dwyer
GAG: 94,5 kg
Gewann bei seinem Debüt in Kempton im April direkt ein Rennen über 2200m. Im Classic Trial (Sandown Park, Gruppe III, 2000m) belegte er dann den vierten Platz, bevor er in einem Listenrennen über 2200 Meter in Goodwood Zweiter wurde. Seine beste Leistung zeigte Top Lock während des Royal Ascot-Meetings, wo er in den King Edward VII Stakes (Gruppe II, 2400m) 1 ¾ Längen hinter dem Sieger Campanologist einen hervorragenden dritten Platz belegte. Die King Edward VII Stakes sind nicht nur das höchstdotierte Gruppe II-Rennen Europas, sondern haben auch den Spitznamen „Royal Ascot Derby“. Wer in einer solchen Prüfung ins Geld läuft, sollte in Hamburg alle Chancen haben, vor allem, da sein Trainer Andrew Balding das BMW 139. Deutsches Derby schon länger als Ziel im Auge hat.
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Walzertraum
Rahy – Walzerkoenigin (Kingmambo)
Bes.: Gestüt Schlenderhan, Tr.: Jens Hirschberger, Bergheim, mögl.Jo.: Olivier Peslier
GAG: 93,5 kg
Drei Starts und zwei Siege zeigen deutlich, dass Walzertraum ein Siegkandidat ist. Nach einem eher schwachen Debüt im April gewann er ein kleineres Rennen (2000m) in München leicht mit einem Hals, bevor er im Bavarian Classic (Gruppe III, 2000m) zuschlug und dabei Il Divo, Kamsin und Lancetto hinter sich ließ. Walzertraum ist der Erstling seiner Mutter Walzerkoenigin, die u.a. den Premio Emilio Turati (Gruppe II, 1600m) und Ernst & Young
Euro-Cup (Gruppe II, 2000m) gewinnen konnte. Er ist für alle großen Prüfungen nach dem BMW 139. Deutsches Derby genannt und sollte die stärkste Waffe des Vorjahressiegerteams sein.
King of Rome
Montjeu – Amizette (Forty Niner)
GAG: 93,0 kg
Bes.: Derrick Smith, Mrs. Sue Magnier & Michael Tabor, Tr.: Aidan O’Brien, Irland
Im letzten Jahr belegte sein Trainer Aidan O’Brien im BMW 138. Deutsches Derby mit Anton Chekhov den dritten Platz. Die aktuelle Stallform könnte nicht besser sein, so gewann O’Brien fast alle Gruppe I-Rennen während des Royal Ascot Meetings. King of Rome hat bereits sieben Starts absolviert und ist sicherlich das Pferd mit der meisten Erfahrung im Derby Feld. Im Englischen Derby landete er auf dem zwölften Platz, nachdem er in den Derby Trial Stakes (Gruppe III, 2300m) den zweiten Platz belegte. Man sollte nicht vergessen, dass er im Englischen Derby der Ritt von Stalljockey Johnny Murtagh war, dem in Royal Ascot so gut wie alles gelang. Letzte Woche war King of Rome Dritter in einem Listenrennen in Royal Ascot.
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Il Divo
Dashing Blade – Independent Miss (Polar Falcon)
GAG: 92,5 kg
Bes.: Rennstall Wöhler, Tr.: Andreas Wöhler, Gütersloh, mögl.Jo.: Eduardo Pedroza
Wurde überraschend für das BMW 139. Deutsches Derby nachgenannt. Dies wird sein Trainer nicht ohne Grund getan haben, denn der Dashing Blade-Sohn belegte in zwei Derby-Trials jeweils den zweiten Platz. Seine beste Leistung zeigte er dabei in München im Bavarian Classic (Gruppe III, 2000m), wo er nur gegen Walzertraum verlor. Über genug Klasse verfügt der Hengst also auf jeden Fall, ein großes Fragezeichen steht auch hier hinter dem Stehvermögen: Ein Dashing Blade-Hengst aus einer Polar Falcon-Mutter ist normalerweise kein Pferd für 2400 Meter.
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Akiem
Kutub – Anacapri (Anabaa)
GAG: 91,5 kg
Bes.: Stall Molenhof, Tr.: Andreas Löwe, Köln, mögl.Jo: Andreas Suborics
Ein Bild von einem Pferd ist der spätreife Akiem. Der von Kutub stammende Hengst gewann in Iffezheim das Hamilton Rennen (2200m) leicht gegen gute Gegner und überzeugte seine Anhänger dann in der Union (Gruppe II, 2200m), wo er – gut endend – Dritter wurde. Akiem wurde in der Union nicht sonderlich hart angefasst und sollte sich weiterhin steigern. Ein sicherer Platzgeldkandidat, der um den Sieg mitmischen könnte.Â
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Daressalam
Singspiel – Desidera (Shaadi)
GAG: 91,5 kg
Bes.: Gestüt Röttgen, Tr.: Waldemar Hickst, Köln, mögl.Jo.: Adrie de Vries
Gewann mit dem Großen Preis der Hannoverschen Volksbank (Listenrennen, 2200m) DIE Vorprüfung des BMW 139. Deutsches Derby der letzten Jahre. Adlerflug, Schiaparelli und Nicaron waren alle in Hannover erfolgreich, bevor sie in Hamburg gewannen. Belegte im Union-Rennen (Gruppe II, 2200m) nach einem Rennen von der Spitze den vierten Platz. Der Rennverlauf war für den Singspiel-Sohn sicher nicht optimal und er sollte eine Menge gelernt haben. Seine Mutter Desidera war eine herausragende Sprinterin und gewann u.a. den Grossen Preis von Berlin (Gruppe III, 1300m). So erscheint es fraglich, ob 2400 Meter die optimale Distanz sein werden.
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Kamsin
Samum – Kapitol (Winged Love)
GAG: 90,0 kg
Bes.: Stall Blankenese, Tr.: Peter Schiergen, Köln, mögl.Jo.: Andrasch Starke
Gewann im März ein Sieglosen-Rennen (1700m) in Krefeld und ist seitdem einer der Favoriten für das BMW 139. Deutsches Derby. Holte sich anschließend in Frankfurt den Frühjahrspreis des Bankhaus Metzler (Gruppe III, 2000m), schlug dabei aber nur ein kleines schwaches Feld (Zweiter und Vierter noch immer sieglos). In München belegte er als heißer Favorit im German Tote Bavarian Classic (Gruppe III, 2000m) einen enttäuschenden vierten Platz. Nun muß der Samum-Sohn Farbe bekennen und zeigen, ob er dem „Hype“ gerecht wird oder er nur ein glücklicher Gruppe III-Sieger war. Â
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Soum
Monsun – Suivi (Darshaan)
GAG: 89,5 kg
Bes.: Georg Baron von Ullmann, Tr.: Andre Fabre, Frankreich, mögl.Jo.: Stephane Pasquier
Im Besitz von Baron Ullmann, überzeugte der Monsun-Sohn in einem Maiden-Rennen in Chantilly über die Derbydistanz, allerdings in einer nicht aussagekräftigen Zeit. Davor plazierte er sich in Saint Cloud und Longchamp. Gilt bei einigen Buchmachern als der Geheimtipp, muss sich aber noch steigern, um zu gewinnen.
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Solapur
Ekraar – Shina (Lomitas)
GAG: 88,0 kg
Bes.: Stiftung Gestüt Fährhof, Tr.: Andreas Wöhler, Gütersloh
Zwei Starts, zwei Siege sprechen in 2008 eine deutliche Bilanz. Der Ekraar-Sohn gewann mit dem swb-Derby-Trial (Listenrennen, 2100m) in Bremen die letzte Vorprüfung zum BMW 139. Deutsches Derby. Seine Mutter ist eine Schwester zum Arlington Million (Gruppe 1, 2000m)-Sieger Silvano, der im BMW 130. Deutsches Derby den vierten Platz belegte. Fraglich ist, ob Solarpur genug Stehvermögen mitbringt; außerdem ist er für keine großen Rennen nach Hamburg genannt.
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Lancetto
Dubai Destination – Lanciana (Acatenango)
GAG: 88,0 kg
Bes.: Gestüt Ittlingen, Tr.: Mario Hofer, Krefeld
Vier Starts und noch kein Sieg sprechen eigentlich eine deutliche Sprache. Nicht aber so bei Lancetto, der einer der besten sieglosen Dreijährigen in Deutschland sein dürfte. Seine beste Leistung zeigte der Dubai Destination-Sohn im Frühjahrspreis des Bankhaus Metzler (Gruppe III, 2000m), wo er keine zwei Längen hinter Kamsin landete. Hat noch Nennungen für einige große Gruppe I-Rennen in Europa in diesem Sommer.
Satier
Lord of Men – Stiletta (Primo Dominie)
GAG: 87,5 kg
Bes.: WH Sport International, Tr.: Mario Hofer, Krefeld
Belegte bei zwei Starts jeweils den Platz zwei. Zeigte sich im swb-Derby-Trial (Listenrennen, 2100m) in Bremen deutlich verbessert und landete einen Kopf hinter Solapur auf dem zweiten Platz. Ist während des BMW Derby-Meetings noch im Auktionsrennen genannt und wäre dort sicherlich Favorit.
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Narcisco
Fantastic Light – Nicola Bella (Sadler’s Wells)
GAG: 86,0 kg
Bes.: Gestüt Ittlingen, Tr.: Peter Schiergen, Köln
Spätreifes Pferd,  welches bisher bei drei Starts dreimal Geld verdiente. Gewann in Köln ein kleines Rennen (2200m) leicht mit 1½ Längen Vorsprung, bevor er in
Dresden im Grossen Freiberger-Preis (Listenrennen, 2200m) den zweiten Platz belegte. Nicht unbedingt die erste Wahl aus Deutschlands größtem Rennstall.
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Ostland
Lando – Ost Tycoon (Last Tycoon)
GAG: 85,0 kg
Bes.: Stall Hornoldendorf, Tr.: Peter Schiergen, Köln, mögl.Jo.: William Mongil
Zeigte bei seinem Sieg in einem Sieglosen-Rennen (2300m) in Mülheim, dass er das notwendige Stehvermögen für das BMW 139. Deutsches Derby hat. Dass er auch die Klasse für einen Derbytreffer besitzen könnte, zeigte er dann im Iffezheimer Derby Trial (2000m) wo er All the Winds, Lindner und Agapanthus schlug. Mit fünf Starts eines der erfahrensten Pferde im Feld, und sicher kein Außenseiter. Als Lando-Sohn (benötigt gute Bahn) evtl. von den Bodenverhältnissen abhängig, auch wenn er in niedriger Klasse mit weichem Boden gut klar kam.
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Agapanthus
Tiger Hill – Astilbe (Monsun)
GAG: 84,0 kg
Bes.: Gestüt Schlenderhan, Tr.: Jens Hirschberger, Bergheim, mögl.Jo.: Frederik Johannson
Gewann im letzten Jahr bei seinem einzigen Start ein kleines Rennen in Bremen eindrucksvoll über 1400 Meter. Bei seinem Comeback in diesem Jahr belegte er im Iffezheimer Derby-Trial (2000m) knapp geschlagen den vierten Platz; lief dann in der Union (Gruppe II, 2200m) erstaunlich schwach, sicher nicht ohne Chancen auf ein Platzgeld.
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Adelar
Samum – Arpista (Chief Singer)
GAG: 83,0 kg
Bes.: Stall Schalkmädchen, Tr.: Werner Baltromei, Mülheim/Ruhr, mögl.Jo.: Dominique Boeuf
Startete seine Rennlaufbahn direkt mit einem Sieg, Anfang des Jahres im französischen Cagnes-sur-Mer über 2150 Meter. Seine vielleicht beste Leistung zeigte der Samum-Sohn zuletzt im Prix du Puits aux Chiens in Chantilly, wo er den dritten Platz in einem 29.000 Euro-Rennen belegte. Bislang ausschließlich in Frankreich gelaufen.
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Santero
Black Sam Bellamy – Strofa (Winds of Light)
GAG: 81,0 kg
Bes.: Rainer Hupe, Tr.: Norbert Sauer, Dortmund
Gewann bereits im letzten Jahr in Hamburg als Zweijähriger ein Sieglosen-Rennen (1400m) hochüberlegen mit acht Längen Vorsprung. War bei seinem Debüt in Hannover noch rückständig und landete anschließend in der Union (Gruppe II, 2200m) sieben Längen hinter Liang Kay auf dem siebten Platz. Muss sich schon steigern, ist aber ein sicherer Steher.Â
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Secundus
Daliapour – Sly (Monsun)
GAG: 74,5 kg
Bes.: Stall Meerbusch, Tr.: Hans Blume, Köln-Heumar
Sollte von der Abstammung her genug Stehvermögen mitbringen. Belegte bei seinen letzten beiden Starts jeweils den zweiten Platz hinter guten Pferden. Hat mit 74,5 kg schon ein respektables Rating, doch ist er im BMW 139. Deutsches Derby nur Außenseiter.
© Meike Rohweder, Hamburg





