Königstochter fordert Goose Bay im Raffelberger Berberis-Rennen
September 30, 2008 by Ekbert
Mülheim – Das neu konzipierte Berberis-Rennen, das diesmal mit 20.000 Euro dotiert ist und über die Distanz von 2.400 Metern führt, dürfte die Freunde des Galopprennsports am Freitag, 3. Oktober, (Tag der Deutschen Einheit/erster Start um 13.30 Uhr) auf die Mülheimer Rennbahn am Raffelberg locken. In diesem Stuten-Rennen wird sich zeigen, ob es wirklich zu einem „Spaziergang“ für die dreijährige Stute Goose Bay kommt. Goose Bay, im Besitz des Gestüts Ebbesloh (Gütersloh) von Ingeborg von Schubert und trainiert von Peter Schiergen in Köln, kommt mit der Empfehlung eines Sieges mit Spitzen-Jockey Andrasch Starke (Köln) in den mit 324.000 Euro dotierten Oaks d’Italia (Italienisches Stuten-Derby) nach Mülheim. Siegprämie: Über 180.000 Euro!
Die Frage der Fragen für die Wetter lautet: Wie hat Goose Bay die lange Pause überstanden? Schon als Zweijährige legte sie zwischen der Maurice Lacroix-Trophy in Baden-Baden und dem an gleicher Stelle gelaufenen Preis der Winterkönigin eine Pause von rund sieben Wochen ein, landete dann im mit 105.000 Euro dotierten Rennen unter Filip Minarik (Köln) auf Rang vier.
Im Mai 2008 erschien Goose Bay dann wieder auf der Rennbahn und imponierte im Henkel-Trial in Düsseldorf auf einem ordentlichen zweiten Platz, ehe es ins Italienische Stuten-Derby ging, in dem Goose Bay sensationell gut lief.
Seitdem war für über drei Monate Rennpause. Und nun Mülheim mit Jiri Palik (Foto, Pulheim) im Sattel als Vorbereitung auf die nächste große Aufgabe. Denn die Stute hat auch noch eine Nennung für das neun Tage nach dem Raffelberger Auftreten terminierte Stuten-Rennen in Düsseldorf, bei dem es um 55.000 Euro geht. Dort führt die Prüfung über 2.200 Meter.
Noch ein weiteres Pferd, das Freitag in Mülheim an den Start kommt, ist für Düsseldorf eingeschrieben: Gestüt Röttgens Umirage, trainiert von Hans-Albert Blume an der Röttgener Heimatadresse in Heumar. Im Henkel-Rennen am 3. August in Düssseldorf, als es um 400.000 Euro ging, enttäuschte Umirage, wurde mit Andreas Suborics (Köln) nur Neunte. Im Stall hat man sich, so sickerte durch, einiges einfallen lassen. Ob das positive Auswirkungen hat, wird man am Raffelberg sehen können. Erneut sitzt Spitzen-Jockey Suborics im Sattel.
Auf den Wettschein gehört zweifellos auch die dreijährige Stute Königstochter, die dem Gestüt Zoppenbroich (Mönchengladbach) gehört. Gestüts-Chefin Alexandra Bresges lässt Königstochter von Waldemar Hickst in Köln trainieren. Die Bilanz in diesem Jahr: Sechs Starts, drei Siege, drei Ehrenplätze. Für den inzwischen nach Katar gewechselten niederländischen Jockey Adrie de Vries wurde diesmal Andreas Helfenbein (Köln) verpflichtet. Fakt ist: In einer so anspruchsvollen Prüfung wie am Freitag in Mülheim, wo sich Königstochter zuletzt im Preis der Mülheimer Besitzer siegreich vorstellte, ist die Zoppenbroich-Stute noch nicht gelaufen. Insgesamt wurden acht Stuten für die Prüfung gemeldet, das als siebtes von insgesamt neun Rennen gelaufen wird.
Ein Araber-Rennen, das mit 10.000 Euro dotierte Dubai Criterium, fand bei der Ausschreibung unter den Besitzern guten Zuspruch. Es gingen nicht nur aus Deutschland Meldungen ein, sondern auch aus den Niederlanden, Polen und der Schweiz. Zwölf Starter wurden gemeldet.
Erfreulich aus Mülheimer Sicht ist, dass am 7. und 26. Dezember (2. Weihnachtstag) zwei so genannte Winter-Renntage am Raffelberg fest eingeplant sind. Die Besitzervereinigung und das Direktorium in Köln gaben jetzt eine Unterdeckungs-Zusage, so dass der Rennverein in Mülheim für diese beiden Veranstsaltungen kein finanzielles Risiko eingeht.
© Text: MSPW, Mülheim
© Foto: turfcast.de, München





