Finale White Turf in St. Moritz
Februar 22, 2009 by Ekbert
St. Moritz – Mit einem noch nie dagewesenen Dreifach-Erfolg des in Zürich-Urdorf beheimateten Trainers Miroslav Weiss endete der Gübelin 70. Großer Preis von St. Moritz. Song of Victory gewann den Engadiner Grand Prix vor Collow und Vlavianus, womit das Trio den Triumph für ihren Trainer perfekt machten.
Bis in den Schlussbogen hinein konnte der deutsche Gast Thalamon (Jockey Andrasch Starke) das Geschehen an der Spitze dominieren. Letztendlich blieb ihm Rang vier, denn die Miro-Weiss-Schützlinge erwiesen sich als zu stark. Der von Miguel Lopez (Foto) gerittene Song of Victory setzte sich letztendlich mit eineinviertel Längen an die Spitze des Sechzehnerfeldes. So ging Rang zwei an Collow mit Robert Havlin im Sattel. Nur einen kurzen Kopf zurück folgte der von Olivier Placais gerittene Vlavianus. Bis zu Thalamon klaffte eine Lücke von sechs Längen.
„Ich denke, dass es für die Pferde gar nicht schlecht war, dass sie in den Vorbereitungsrennen nur über 800 Meter laufen mussten. Dies hat nicht so viel Substanz gekostet, wie in normalen Rennen“, begründete Miroslav Weiss den großen Erfolg seiner Pferde. Besitzer sowohl von Song of Victory als auch von Collow ist der „Appapays Racing Club“ von Sandro Gianello, der somit einen Doppelerfolg feierte.
Nach den Turbulenzen an den ersten beiden Renntagen um den Zustand der Bahn und die dadurch bedingte Verkürzung der Distanzen, konnten die Rennen nun über die ausgeschriebenen Strecken gelaufen werden. Die Ausnahme bildete der einleitende Grand Prix Corporate Events / Newmarket Races. Die von Princess Rose Anne gewonnene Sprintprüfung führte statt über 1.100 Meter nur über 800 Meter. Den Sieger trainiert John Best in Großbritannien. Im Sattel saß Steve Drowne.
Das andere Flachrennen wanderte genau wie das Hauptereignis in den Stall von Miroslav Weiss. Im Grand Prix Axa Winterthur gab es erneut kein Verlieren für den fünfjährigen Ritorno mit Robert Havlin im Sattel.
Seinem Ruf als Schneekönig wurde Jullyannis auch am Schlusstag gerecht. Der von Claudia Koller (Foto) trainierte und gefahrene Wallach siegte im Grand Prix BMW erneut und gewann somit das höchstdotierte Trabrennen bei White Turf. In der anderen Traberprüfung, dem Grand Prix Gaggenau Hausgeräte, war Loving Horse nicht zu schlagen. Trainerin und Fahrerin der Stute ist Laurence Kindler.
Von einem tragischen Unfall wurde das Skikjöring überschattet, als die sechsjährige Bouquet im Zielauslaufbogen stolperte, dabei zu Fall kam und sich ein Bein brach. Ein Zusammenhang mit dem neuen Sicherheitsgeschirr, bei dem die Mehrzahl der Fahrer diesmal mit Problemen konfrontiert war, wurde ausgeschlossen. Das Rennen selbst gewannen – wieder einmal – King George und sein Fahrer Jakob Broger. Da keiner der Konkurrenten von der ersten Austragung des Skikjörings am Vorsonntag in die vorderen Ränge fuhr, gab es mit Jakob Broger und Franco Moro zwei Gewinner in der Credit Suisse Skikjöring-Trophy.
12.000 Zuschauer verfolgten die sechs Rennen auf dem St. Moritzersee und wetteten 93.258 Franken. Allerdings standen erneut weniger Kassen zur Verfügung als im Vorjahr. Damals lief das Wettgeschäft mit 145.057 Franken deutlich besser. Die Bilanz an allen drei Tagen: 197.457 Franken (2008: 324.752 Franken).





