Engländer Buzzword gewinnt das Deutsche Derby
Juli 19, 2010 by Ekbert
Hamburg – Zum ersten Mal in der neueren Geschichte des Deutschen Derbys in Hamburg-Horn ging der Sieg ins Ausland. Vor 15.000 Zuschauern setzte sich der drei Jahre alte Hengst Buzzword im Besitz von Scheich Mohammed al Maktoum das mit 780.000 Euro dotierte wichtigste Rennen des deutschen Galopprennsports. Mit Royston Ffrench im Sattel setzte sich der 188:10-Außenseiter mit einer guten Länge Vorsprung auf den aus deutscher Sicht favorisierten Zazou (Olivier Peslier) sowie Russian Tango (Jozef Bojko) durch. Der von den Wettern favorisierte Engländer Monterosso, der ebenfalls zum Vollblut-Imperium von Scheich Mohammed gehört, belegte im zwanzigköpfigen Feld den siebten Platz.
„Scheich Mohammed unterstützt seit vielen Jahren den deutschen Galopprennsport, er verdient es, ein solches Rennen zu gewinnen“, meinte Diana Cooper, die zum Rennsport-Management des Scheichs gehört. Immerhin 100.000 € hatte der Herrscher von Dubai am vergangenen Montag aufgewendet, um Buzzword und Monterosso nachträglich für das Derby zu melden. Jockey Royston French, 34, war eher zufällig zu dem Ritt gekommen. Buzzword eigentlicher Reiter Ahmed Ajtebi ist ausgerechnet an dem Sonntag gesperrt gewesen. „Er hat mit genau gesagt, was ich machen sollte“, sagte Ffrench, der im vergangenen Jahr schon den Preis von Europa gewonnen hat. „Deutschland ist ein gutes Pflaster für mich.“
Keine Enttäuschung war im Team des Zweitplatzierten Zazou zu spüren. „Er konnte nicht besser abschneiden“, meinte sein Trainer Mario Hofer, „wir sind nur an einem erstklassigen Pferd gescheitert. Am Ende war die Distanz ein Tick zu weit.“ Bei der nachfolgenden Platzierung mussten die Turf-Schiedsrichter einschreiten. Der Norweger Sir Lando hatte die Ziellinie als Dritter platziert, war aber Russian Tango ins Gehege gekommen. So kam der Hengst von Derby-Sponsor Albert Darboven noch auf Rang drei. Von den höher eingeschätzten Pferden spielten Scalo als Zehnter keine Rolle und auch Seventh Sky konnte nicht in Fußstapfen seiner Brüder Samum und Schiaparelli treten, die beide das Derby gewonnen hatten. Der Ritt von Andrasch Starke passierte nur auf Rang 13 den Zielpfosten.
© Text: Meike Rohweder, Hamburg
© Foto: Frank Sorge, Berlin





