Dunkle Wolken über dem Auktionsring
Oktober 7, 2008 by Ekbert
turfcast.de – Am letzten Donnerstag (02.10.08) wurde vielleicht die letzte Münchner Vollblutauktion auf der Galopprennbahn in München-Riem veranstaltet. Die Vollblutauktion die die letzten Jahre vom Münchener Rennverein organisiert wird, schloss dieses Jahr mit einem enttäuschenden Ergebnis ab. Von den insgesamt 81 angemeldeten Vollblütern fanden nur 19 Pferde einen neuen Besitzer. Es gab 11 Abmeldungen und ebenso viele Rückkäufe. Für vier Pferde fanden sich keine Bieter. 36 zum Teil startfertige und bewährte Galopper wie König Speed, Electric Roi oder der vielversprechende zweijährige Savono fanden keine Käufer. Das Höchstgebot erhielt das Lot mit der Nummer 50a. Eine zweijährige namenlose Stute (Key of Luck-Sierra Vigen) des Stalles Alaska, die für € 46.000 in den Besitz von Dirk Eisele (BBA Germany) wechselte. Insgesamt wurden € 145.900 € umgesetzt. Käufer aus dem Ausland, die die letzten Jahre Pferde nach Tschechien, Italien oder Österreich importierten fehlten gänzlich. Die Stimmung bei den Organisatoren und den Anbietern war nach dem Ende der Auktion bedrückt.
Weltweit erleben Vollblutauktionen 2008 einen Umsatzrückgang. In Keeneland (USA) wurden 15% Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr notiert, in Fairyhouse (Irland) schloss die Herbstauktion mit einem Minus von 51%, die Mailänder (Italien) hatten 46% zu verkraften und auch die Jährlingsauktion in Baden-Baden (Deutschland) verzeichnete einen Umsatzrückgang von 9%.
© Text & Foto: turfcast.de, München





