Der Renn-Klub Frankfurt unter dem Schutz des Insolvenzrechts
Oktober 22, 2008 by Ekbert
Frankfurt – “Der Renn-Klub Frankfurt am Main hat sich am 21.10.08 unter den Schutz des Insolvenzrechts gestellt und dabei angeregt, zunächst nur einen Sachverständigen zu bestellen oder allenfalls ein vorläufiges Insolvenzverfahren einzuleiten, damit Zeit bleibt, durchaus aussichtsreiche Gespräche über die Fortführung des Rennklubs fortzusetzen.
Der Renn-Klub hat, wie aus früheren Verlautbarungen bekannt ist, bis zuletzt intensiv mit der Stadt Frankfurt am Main verhandelt Die Stadt hat jedoch eine Zustimmung zur Liquiditätshilfe an den Renn-Klub aus Mitteln des Hotel-Investors endgültig abgelehnt. Der Renn-Klub muss diese Entscheidung akzeptieren, auch wenn er die Gründe dafür nicht versteht. Für die bisher gezeigte große Geduld ist der Renn-Klub der Stadt jedenfalls noch immer dankbar:
Die Mitglieder des Präsidiums des Renn-Klub haben ihr Amt im Präsidium des Klubs vor Jahr und Tag angetreten, als der Klub wegen seiner Schuldenlast nur weiter bestehen konnte, weil die Stadt und die Sparkasse als Kreditgeber Geduld zeigten und ihre Forderungen nicht eintrieben. Mit beiden haben sie damals die Sanierung mit Hilfe eines Hotelbaus auf der Rennbahn abgesprochen. Immer war klar, dass der Renn-Klub „Geld erst verdienen” würden, wenn diese Sanierung vollendet ist. Jetzt ist es so weit. Das Hotel wird gebaut. Die Stadt erhält daraus 7 Mio. Euro. Das Ertragsproblem des Renn-Klubs besteht zwar in diesem Jahr noch. Aber selbst insoweit war mit dem Hotelbau das Ende aller Schwierigkeiten kurzfristig absehbar.
Der Renn-Klub bedauert die Absage der Stadt umso mehr, als er nicht etwa einen Verzicht oder neues Geld von der Stadt haben wollte. Die Hilfe sollte vielmehr vom Hotel-Investor kommen. Er ist immer noch bereit, uns zu helfen. Aus verständlichen Gründen möchte er das aber nicht ohne ausdrückliches Einverständnis der Stadt tun.
Aus dem Investitionsetat von 3 Mio. Euro (der ursprünglich ohnehin einmal für die Sanierung des Klubs gedacht war) hätte nur ein Zehntel, also 300.000 Euro, einstweilen als Liquiditätskredit benutzt werden sollen. Das zweite Angebot des Investors ging sogar noch weiter: Er war bereit, alle Verbindlichkeiten des Renn-Klubs zu übernehmen, wenn er nur in unseren Mietvertrag mit der Stadt hätte eintreten dürfen.
Immer noch prüfen zwei weitere Interessenten, die zur Zeit noch nicht an die Öffentlichkeit treten wollen, dem Renn-Klub aus der Liquiditätsenge heraus zu helfen.”
Dr. Günter Paul, Präsident





