Der Prinz gewinnt für den Freiherrn
Juni 30, 2009 by Ekbert
Hamburg – Überraschung im Hamburg-Dresden-Pokal, dem 141. Langen Hamburger am dritten Meetingstag in Hamburg-Horn. Der vier Jahre alte Wallach Tarkheena Prince (Foto) im Besitz der Schweizerin Barbara Keller gewann vor 4.000 Zuschauern nach 3200 Metern leicht mit fünf Längen Vorsprung auf den Vorjahressieger Limatus (Andrasch Starke) und Brisant (Marvin Suerland). Champion Christian von der Recke trainiert Tarkheena Prince in Weilerswist südlich von Köln.
Das RaceBets.com-Seejagdrennen ging an den neun Jahre alten Wallach Bernaar aus dem Stall von Co-Championtrainerin Elfi Schnakenberg aus Jerusalem. Sohn Oliver im Sattel verwies den heißen Favoriten Fiepes Shuffle auf Rang zwei. Die auf drei und vier eingekommenen Nilex und Boccatus mussten disqualifiziert werden. Ihre Reiter Cevin Chan und Vlastislav Korytar waren im See aus dem Sattel gekommen, konnten ihre Pferde jedoch wieder besteigen. Die Rennordnung besagt allerdings, dass reiterlose Pferde nicht wieder bestiegen werden dürfen.
Mann des Tages bei den Trabern war Weltrekordler Heinz Wewering, der aus seinem Trainingsquartier in Neeritz bei Bad Oldesloe zwei Pferde nach Horn geschickt hatte. Sowohl Walker As wie auch Why Not As setzten sich in ihren jeweiligen Prüfungen durch. Zwei Siege feierte auch die Hamburger Trabertrainerin Birgit Riese.
Zahlen zum Langen Hamburger
141. Langer Hamburger (€ 20.000, 3200m), 1. BMK Racings Tarkheena Prince (Andreas Suborics), 2. Limatus (Andrasch Starke), 3. Brisant (Marvin Suerland), 4. Valdino, 5. Miss Naline, 6. Satier, 7. Si Belle, 8. Sweet Day, 9. Santero, 10. Longoria. Richterspruch: 5, 1 Längen, Zeit: 3:26,48 Min. Toto, Sieg: 161, Platz: 34, 21, 20, Zweierwette: 603, Dreierwette: 6891.
Stimmen zum Langen Hamburger
Andreas Suborics (Reiter von Tarkheena Prince):
Die letzte Form stimmt einfach nicht, das Tempo war viel zu langsam, in Baden-Baden wurde zu Beginn fast nur getrabt. Diesmal war es von Beginn an viel flotter, das kam ihm zugute, ich konnte ihn gut verstecken und im Einlauf seine Endgeschwindigkeit ausspielen. Seine Besitzerin war sehr skeptisch, aber der Trainer wie auch ich waren uns einig, dass er bei entsprechendem Rennverlauf gut abschneiden würde.
Ralf Suerland (Trainer von Brisant):
Für mich ist er bombig gelaufen, er braucht eigentlich weichen Boden, den er hier nicht fand. Auf weichem Boden kann er seinen Speed bringen. Wir sind hoch zufrieden.
Marvin Suerland (Reiter von Brisant):
Er hat ein schönes Rennen gehabt, kam anfangs nicht mit. Er musste sich erst eingaloppieren und wenn er weicheren Boden antrifft, sieht es hier anders aus.
Andrasch Starke (Reiter von Limatus):
Er ist wie im letzten Jahr super gelaufen, nur den Sieger konnten wir nicht schlagen. Wir haben aber gute Pferde hinter uns gelassen. Verdient hätte er es zu gewinnen, aber der Sieger war besser.
Pavel Vovcenko (Trainer von Limatus):
Ich bin voll damit einverstanden, was Andrasch gesagt hat. Er ist gut gelaufen und wir brauchten dieses Mal kein Zielfoto, der Sieger war besser.
René Piechulek (Reiter von Valdino):
Er musste jedem Gegner vier Kilo geben, das sind acht Längen auf dieser Distanz. Wir sind knapp am dritten Geld vorbei, dann sind wir zufrieden.
Uwe Ostmann (Trainer von Valdino):
Natürlich wäre weicher Boden besser gewesen, aber das Geläuf war gut, keineswegs fest. Mit dem hohen Gewicht hat er sich ordentlich geschlagen.
Andreas Helfenbein (Reiter von Satier):
Er war früh geschlagen, das kann so nicht stimmen. Gearbeitet hatte er sehr gut.
© Text: Meike Rohweder, Hamburg
© Foto: Frank Sorge, galoppfoto.de, Berlin





