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Acht Stuten im EBF Ladies Cup

Juni 1, 2010 by Ekbert 

starke-andrasch_serienhoeheMülheim – Seinen zweiten von insgesamt vier Renntagen in diesem Jahr präsentiert der Mülheimer Galopprennverein am kommenden Samstag, 5. Juni. Insgesamt neun Prüfungen werden ab 14.00 Uhr auf der Rennbahn am Raffelberg entschieden. Im Angebot sind dabei zwei ganz besondere „Bonbons“. Zum einen hat der Rennverein beschlossen, die Eintrittspreise deutlich zu senken. Vier statt wie bisher sieben Euro kostet die Karte pro Besucher. Der Preis für die Familienkarte bleibt mit sieben Euro nach wie vor gleich günstig. Was das sportliche Angebot betrifft, so hat der Mülheimer Rennverein außerdem für den zur Zeit noch pausierenden Veranstalter in Iffezheim bei Baden-Baden ein mit 20.000 Euro dotiertes Stutenrennen für Dreijährige und Ältere zusätzlich auf die Tageskarte gesetzt.

Mülheim trägt damit, wie auch einige andere Veranstalter in Deutschland, dazu bei, dass die für Iffezheim fest eingeplanten Rennen, die wegen der langwierigen Verhandlungen rund um die Insolvenz des alten Rennvereins in diesem Jahr nicht im Badischen durchgeführt werden können, doch stattfinden, wenn auch „auswärts“.

Für die 20.000-Euro-Prüfung, gelaufen als „1. Mülheimer EBF Ladies Cup“ (siebtes Rennen um ca. 17.00 Uhr), zeigten die Ställe viel Interesse. Kein Wunder: Allein die Siegerin der 2.200 Meter-Prüfung verdient 12.000 Euro. Acht Stuten werden in die Boxen einrücken.

Mit einem Groß-Aufgebot von jeweils drei Stuten sind die Erfolgstrainer Andreas Wöhler (Ravensberg) und Peter Schiergen (Köln) im Raffelberger Haupt-Ereignis vertreten. Angeführt werden die Schiergen-Schützlinge von Serienhoehe (Foto) aus dem Besitz des Gestüts Wittekindshof (Rüthen) von Hans-Hugo Miebach (Dortmund). Die Vierjährige wird von Stalljockey Andrasch Starke (36/Köln) geritten. Zweite Starterin aus dem Trainingsquartier von Ex-Jockey Schiergen ist Nianga mit Steffi Hofer (22/Krefeld), die es in dieser Saison den Männern richtig zeigt und aktuell sogar das Jockey-Championat anführt. Außerdem ist Lagalp mit Filip Minarik (35/Köln) für das Schiergen-Quartier dabei.

Andreas Wöhler (48) bietet neben Terre Neuve mit Champion-Jockey Eduardo Pedroza (35/Ravensberg) auch noch die Wittekindshoferin Near Galante auf, die vom niederländischen Spitzenmann Adrie de Vries (40) geritten wird. Das Wöhler-Aufgebot wird komplettiert durch die frische Siegerin Neena mit Jozef Bojko (39/Gütersloh) im Sattel. „Ich denke schon, dass wir ganz gute Chancen haben“, ist der aktuelle Trainer-Champion Wöhler optimistisch. „Near Galante bevorzugt eine elastische Bahn. Ich hoffe, dass sie den richtigen Untergrund erwischt. Terre Neuve ist eine kleine Zicke, trägt ihr Herz aber am rechten Fleck. Und auf Neena wartet eine harte Bewährungsprobe. Zuletzt ist sie sehr gut gelaufen.“

Der lachende Dritte im Zweikampf Schiergen/Wöhler könnte Andreas Löwe (67) sein. Der Kölner ist mit der von ihm trainierten Forever Nadine, geritten vom erfahrenen Terence Hellier (44/Köln), vertreten. Und der französische Trainer Henri-Alex Pantall dürfte die Stute Serva Padrona nicht auf den weiten Weg nach Mülheim schicken, wenn sie chancenlos wäre.

Beim Saisonstart am Raffelberg hatten sich Anfang Mai bereits Spitzenstuten wie Gestüt Wittekindhofs Elle Shadow vorgestellt. Sie war, mit Andrasch Starke im Sattel und vorbereitet vom Kölner Peter Schiergen, die überragende Siegerin im 58. Berberis-Rennen. Vielleicht ein gutes Omen für den 45-jährigen Kölner Trainer.

© Text & Foto: MSPW, Mülheim

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