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Luxis Analyse – Cheltenham 2010 Part 1

März 10, 2010 by Ekbert 

20090313chl_uk_0664turfcast.net – Es ist fast so, als gäbe es kein anderes Meeting im Rennkalender. Nicht nur in England denken Rennsport-Enthusiasten ab spätestens November nur an das eine: Das Cheltenham Festival. Jedes Rennen wird schon vier Monate vor der großen Party in den Cotswolds auch mit Cheltenham-Augen gesehen.

Nächste Woche kommen die Karten auf den Tisch – von Dienstag bis Freitag, vor im Schnitt 60 000 Zuschauern, die mitgehen wie bei einer Fußball-WM. Wenn Denman (oder Kauto Star, pardon, ich bin Denmanist) das letzte Hindernis nehmen, wird sich der Jubelschrei anhören, als hätte Wayne Rooney (oder sogar Peter Crouch) gerade England im Finale in Wembley zum Sieg geschossen. Und der berühmte Cheltenham Roar nach dem Start des Supreme Novice Hurdle, mit dem das Festival traditionell vom Stapel läuft, ist bis nach Glouchester zu hören.

Der Stellenwert von Cheltenham in der britischen (und irischen) Öffentlichkeit ist gewaltig. Wo du auch bist in den Festival-Tagen – Gesprächen über Champion Hurdle, Gold Cup oder Queen Mother Chase kommst du nicht aus. Soziale Netzwerke wie Facebook sind voll mit Diskussionen über die Chancen der vierbeinigen Superstars. Was sich auch beim Wetten niederschlägt: Beim Festival wird deutlich mehr Umsatz generiert als in einer ganzen deutschen Turfsaison auf allen Bahnen zusammen.

Schlägt Kauto Star Denman im Gold Cup, ist Dunguib wirklich ein Flugzeug, hat Master Minded Bestform zur Hand  - alles eher eine Glaubensfrage. Und da die Quoten dieser Pferde keine große Lust auf eine Wette machen, will ich mich lieber auf andere Rennen stürzen, um ein paar Tipps und Analysen zu geben. Wichtiger scheint mir zum Beispiel, den Handicapper von Ferdy Murphy zu finden, der 15 Pfund in der Hand hat, oder zu erkennen, was David Pipe ausgekocht hat. Um den ist es in den letzten Wochen verdächtig ruhig geworden. Außerdem sollte man genau hinschauen, welche Pferde von Alan King im November gut gelaufen sind, um dann komplett in der Versenkung zu verschwinden. Das ist der gute alte „Duke“-Stil, dessen Erbe King ja in ganz großer Manier angetreten hat.

Philip Hobbs wird sicher auch ein paar Überraschungen auspacken (wenn nur sein Stalljockey Richard Johnson Cheltenham besser reiten würde), und die Iren sind natürlich wieder brandgefährlich. Es hat sich in den vergangenen Jahren ausgezahlt, in den Rennen wie Supreme Novice Hurdle und Triumph Hurdle das Pferd zu spielen, das bei den Bookies unter den Kandidaten aus Irland nur zweite Wahl ist. Letzte schöne Treffer: Forpadytheplasterer und Go Native.
Ersterer ist einer aus der Riege von Spitzenpferden, die überraschend aus dem Wettmarkt verschwanden, um dann noch überraschender wieder aufzutauchen. Paddy ging lahm, dann viel schwimmen, und soll jetzt in der Queen Mother laufen. Wenn der Boden gut ist, kann er alle schlagen. Der beste Springer ist er sowieso. Und in Cheltenham gewinnt sehr oft nicht das schnellste Pferd, sondern der sicherste Springer.

Falls Oh Crick hier läuft, sollte man den steigerungsfähigen Nikos-Sohn  (50/1) nicht ganz auslassen. Wahrscheinlicher ist aber, dass der King-Schützling in der Grand Annual Chase antritt, in der er zu den Favoriten zählt (12/1). Jered (auf gutem Boden mein Siegtip, 10/1) und Tataniano (9/1), der auch noch ein Engagement in der Arkle Chase hat,  sollten in diesem Rennen  zu seinen schärfsten Gegnern zählen. In der Grand Annual  ist auch My Petra aus dem Henderson-Stall genannt, die auch noch im Nicholson Mares Hurdle und der Byrne Group Plate laufen könnte. Der Trainer hat angekündigt, dass sie in der Plate laufen wird. Bei gutem Boden ist die sichere Springerin, die vor zwei Jahren beim Festival gezeigt hat, dass sie gut über den Cheltenham Hill kommt, bei um die 20/1 eine Wette wert.

… Fortsetzung folgt …

© Text: Michael Luxenburger, München
© Foto: turfcast.net, München

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One Response to “Luxis Analyse – Cheltenham 2010 Part 1”

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Was denken die Anderen...
  1. Luxis Analyse – Cheltenham 2010 Part 1…

    Kompetent und garniert mit einer Prise Humor analysiert der Sportjournalist Michael Luxenburger das Cheltenham Festival 2010. Ein Muss für jeden Fan des National Hunt Sports….



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