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Kölner Rheinland Pokal lockt starke Gäste an

August 13, 2010 by  

Symbolbild Start. © turfstock.com/BaloghKöln – Pickepacke volles Programm am Sonntag in Köln. Sportlich ist es natürlich der Rheinland-Pokal (17.00 Uhr), der alles andere in den Schatten stellt. Jedes Jahr ist die Gruppe-I-Prüfung der Höhepunkt der Sommersaison im Weidenpescher Park. Logischerweise lässt an solchen Hochfesten des Turfs auch das Rahmenprogramm in Köln nie etwas zu wünschen übrig. Auch darüber hinaus präsentiert sich das weitere Drehbuch des Tages reich an Attraktionen. Insbesondere für alle Wetter. Da in den Rahmen dieses Großkampftermins überdies der so genannte „Benefiz-Renntag“ integriert wurde, sitzt außerdem wieder der Kinderschutzbund Köln am 15. August beim Kölner Renn-Verein gewissermaßen mit im Sattel.

Doch nun der Reihe nach. Der Rheinland-Pokal, neben dem Preis von Europa im Herbst seit einigen Jahren eines der wichtigsten Rennen in Köln, sieht wieder eine ganze Anzahl Vollblüter der Sonderklasse am Start. Nicht zuletzt ist darunter auch der Vorjahressieger Wiener Walzer, der vor zwölf Monaten aus einem dramatischen Zweikampf mit seinem Trainingsgefährten Getaway als Gewinner hervorgegangenen war. Damals war er als frischgebackenen Derby-Sieger gesattelt worden. Wie im letzten Jahr kommt er auch diesmal nach einem vorherigen Start in Hamburg wieder nach Köln.

Doch war es auf der Horner Derbybahn der Große Hansa-Preis, den der zuvor auch in England während Royal Ascot höchst achtbar gelaufene Schlenderhaner in Angriff nahm – welchen er allerdings nicht wie erwartet als Sieger beenden konnte. Es gewann nämlich Campanologist aus dem so pferdestarken Godolphin-Rennstall von Sheikh Mohammed Al Maktoum aus Dubai, dessen Elite-Vollblüter bekanntlich größtenteils in England trainiert werden, und zwar von dem aus den Vereinigten Emiraten stammenden Saheed bin Suroor.

Allerdings nicht nur Wiener Walzer biss bei Campanologist auf Granit. Auch für Quijano war der Hengst von der Insel eine Nummer zu groß. Da für das mit 155.000 Euro dotierte Gruppe-I-Rennen über 2.400 Meter sowohl Campanologist als auch Quijano ebenfalls als Starter angegeben wurden, kommt des am Sonntag zu einer großen Revanchepartie zwischen diesen drei Galoppgrößen. Natürlich wieder mit Adrie de Vries im Sattel von Wiener Walzer und Andrasch Starke auf Quijano. Und zur allgemeinen Freude der domstädtischen Turfgemeinde wird Campanologist vom Godolphin-Stalljockey Lanfranco Dettori geritten werden.

Um den berühmten „Dettori-Jump“ zu sehen, mit dem der Italo-Brite seine großen Siege zu zelebrieren pflegt, indem er sich mit einem Sprung hoch in die Luft aus dem Sattel schwingt, ist man zurzeit auf deutschen Rennbahnen aber nicht mehr unbedingt so scharf. Schließlich haben „die Blauen“ – Godolphins Rennfarbe ist komplett in blau gehalten – in den letzten Wochen in Deutschland ziemlich abgeräumt, insbesondere ja auch mit dem dreijährigen Buzzword das 141. Deutsche Derby gewonnen.

Zeit also, dass Godolphin allmählich gestoppt wird. Wiener Walzer und Quijano erhalten quasi Verstärkung durch den dreijährigen Zazou. Er ist erst über eine Nachnennung ins Starterfeld gelangt und vor allem der diesjährige Oppenheim-Union-Sieger, der dann im Derby eben nur an jenem Buzzword scheiterte. Indirekt ist hier also auch noch eine Rechnung offen – und vor allem reichlich Motivation vorhanden. Jockey Terry Hellier bringt für Zazou sogar ein Gewicht von 55,5 Kilo auf die Waage. Normalerweise sind 56 Kilo sein wirklich absolutes Limit.

Der Norweger Apple Au Maitre (Jockey: Fredrik Johansson), ein absoluter Kölner Bahnspezialist, gibt dem Höhepunkt des Kölner Turf-Sommers dann noch eine zusätzliche internationale Note, und der galoppierfreudige Hengst aus dem Norden ist sicherlich kein chancenloser Starter. So wie selbst auch die beiden Außenseiter Titurel (Yann Lerner) und Lyssio (Eduardo Pedroza) keinesfalls schon von vornherein zu einem Statistendasein verurteilt sein müssen.

Bevor die sieben Grand-Prix-Pferde aus den Startboxen abspringen, wird es den Wettschaltern aber schon besonders heiß hergegangen sein. Schließlich sind im Preis des AVC Automobil-Club-Verkehr (15.55 Uhr) in der Traloppo – Wettchance des Jahres sage und schreibe 60.000 EURO Auszahlung in der Viererwette garantiert. Da man hier mit 50 Cent schon mit dabei sein kann und es bei Außenseitersiegen sogar bereits sechsstellige Quoten gegeben hat, ist die Wette beim Publikum verständlicherweise äußerst beliebt.

Insbesondere auch jene Damen und Herren, die im Rahmen des Renntages den „Wettkönig des Rheinlands“ ermitteln, werden gerade diesem Rennen ihre besondere Aufmerksamkeit und Konzentration widmen. Näheres und alle Einzelheiten hierzu wie auch die Teilnahmebedingungen gibt es auf der Internetseite des Kölner Renn-Vereins: www.koeln-galopp.de

Aber all das ist längst noch nicht alles, was am Sonntag im Weidenpescher Park über die Bühne geht. Da der Termin gleichzeitig der so genannte Benefiz-Renntag ist und der Kinderschutzbund Köln wieder mit engagiert ist, gibt es natürlich ein besonderes Beiprogramm für Familien und Kinder.

Die Schauspielerinnen Wolke Hegenbarth und Janin Reinhardt sowie WDR-Moderatorin Christine Westermann und Comedian Michael Kessler sind aktiv mit dabei und mitten unter den Kindern. Aber bestimmt nicht ganz so mutig, wie ihre Kollegen, die sich im Prominen-Rennen für Kölner Kinder (18.30 Uhr) auf Islandpferden in die Sättel schwingen.

Die kühnen Reiter heißen: Torsten May, (Olympiasieger im Boxen), Laura Weyel, (Finalistin Germany’s Topmodel 2010), Jenke von Wilmsdorff (RTL), Philppa Gerling, Anne Rixmann (Comedian), Milka Loff Fernandes (Schauspielerin), Ozan Akhan (Comedian) und Peter Schütten (Kultband Black Föss). Und nicht zu vergessen: Kibu, das Maskottchen des Kölner Kinderschutzbundes, welches ebenfalls alles Glück der Erden auf dem Rücken eines Islandpferdes finden will.

Last not least dürfen jedoch noch zwei seriöse Rennen keinesfalls unerwähnt bleiben. Dieses sind das als Preis der DEVK Versicherungen (15.15 Uhr) firmierte BBAG Auktionsrennen für Zweijährige sowie die Sparda-Bank-Trophy (16.25 Uhr) mit einer ganzen Reihe erstklassiger Steher am Ablauf.

Die Sparda-Bank engagiert sich nebenbei erstmals im Kölner Turf als Sponsor. Sie ist ein genossenschaftliches Kreditinstitut für Privatkunden mit 67 Filialen sowie spezialisierten ImmobilenFinanzCentern in fast ganz NRW. Verständliche Produkte, faire Konditionen und freundliche Beratung sind typische Merkmale der Sparda-Bank West. Fast 411.000 Mitglieder und mehr als 560.000 Kunden vertrauen der Genossenschaftsbank und ihren rund 900 Mitarbeitern. 2009 erwirtschaftete die Bank eine Bilanzsumme von 7,16 Milliarden Euro. Damit ist die Sparda-Bank West die drittgrößte Sparda-Bank und das sechstgrößte genossenschaftliche Finanzinstitut Deutschlands.

© Text: Heinz-Josef Kammerinke, Köln
© Foto: turfstock.com, München

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