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Jean-Piere Carvalho sattelt den Ersten und Zweiten in Köln

Juli 26, 2010 by  

Klaus Hofmann im Portrait. turfstock.comKöln – Eine leise Ahnung war schon da. Als der zweijährige Acadius Anfang des Monats bei seinem Debüt in Düsseldorf bereits überzeugend gewonnen hatte, sprachen zahlreiche Augenzeugen davon, dem Sieg eines guten Pferdes beigewohnt zu haben. Den Wert des Erfolges mochte man aber noch nicht so recht taxieren. Das war heute beim zweiten Volltreffer des Hengstes schon anders. Im Oppenheim-Rennen ließ er allen Gegnern nicht den Funken einer Chance. Acadius’ Erfolg im mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen kam am Ende einem kleinen Triumph sehr nahe.

Die Distanz von 1.400 Meter spulte der auch in Ausdruck und Statur imponierende Fuchs in einer Zeit von 1:24,90 Minuten herunter, als handele es um einen gewöhnlichen Trainingsgalopp. Dass sich Acadius heute in Köln klar zum vorläufigen Jahrgangsbesten aufgeschwungen hat, dem wird mit Sicherheit kein einziger Experte ernsthaft widersprechen wollen.

Dies alles natürlich auch sehr zur Freude seines Besitzers, Klaus Hofmann (Foto). Er ist der Mann, der hinter dem „Stall Lucky Owner“ steht, für den Acadius und zahlreiche weitere Vollblüter an den Start gehen. Unter anderem gehört auch die Stute Salona dazu, die sich heute im hinter Acadius brav und redlich bemühenden Feld am Ende noch vor der Kölner Stute Danedream den zweiten Platz sicherte. Doch die Glückseligkeit war damit längst noch nicht komplett.

Hinzu kommt noch, dass sowohl Acadius als auch Salona zum ersten Jahrgang des Deckhengstes Lord of England zählen, der ebenfalls schon für den Stall Lucky Owner lief und der sich nach wie vor in dessen Besitz befindet. Eine bessere Reklame als Siege der Nachkommen gibt es für jungen Beschäler sicherlich nicht. Der zweite Platz von Salona war so gesehen noch das berühmte Tüpfelchen auf dem „I“. Eine Siegquote von 20:10 zeigt überdies, dass das wettende Publikum ebenfalls vollends von Acadius überzeugt gewesen sein muss.

Großes Lob bekam der Hengst von Jockey Adrie de Vries. Er mache alles von alleine, schon eingangs zur Geraden habe er ein gutes Gefühl gehabt, sagte der Niederländer. Trainiert wird das junge Talent von Jean-Piere Carvalho in Frankfurt-Niederrad. Der Franzose, über viele Jahre einer der bestens Leichtgewichtsjockeys hierzulande, ist noch nicht allzu lange im Trainerjob. Bereits Anfang des Jahres sei ihm aber zunehmend bewusst geworden, dass Acadius etwas Besonders werden könnte. Den ersten Schritt in Richtung Klassepferd hat er heute in Köln jedenfalls bequem absolviert.

Weiter geht es mit ihm voraussichtlich im 137. Zukunfts-Rennen in Baden-Baden. Bei dem hier zu erwartenden großen Ansturm starker ausländischer Ställe dürfte Acadius die deutsche Hoffnung schlechthin sein, damit die renommierte Prüfung am 3. September im Lande bleibt.

Die Kölner Turfgemeinde, die heute in hellen Scharen erschienen war und u. a. auch eine ganze Reihe internationaler Amateurrennreiterinnen sowie drei gut besetzte Rennen für Arabische Vollblüter mitverfolgt hat, trifft sich allerdings schon am 7. August im Weidenpescher Park wieder, und zwar erstmals zu einem Abendrenntag an einem Samstag.

© Text: Heinz-Josef Kammerinke, Köln
© Foto: turfstock.com, München

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