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Münchener Rennverein im Recht

Dezember 29, 2009 by Ekbert 

galoppinriem_20090601muc_deu_0166turfcast.net – Der Münchener Rennverein e.V. hat nun in dem langwierigen Prozess gegen die Bayerische Hausbau GmbH Recht bekommen. Am 17.12.09 wurde vor dem Landgericht München 1 der Kaufvertrag um das 1,6 Hektar große Grundstück (nach dem Satzungsbeschluss der Stadt München ist dieses Land nun als Bauland ausgewiesen) für gültig erklärt.

„Damit ist ein großer Schritt Richtung Entschuldung getan“, berichtet Kurt Zwingmann, Geschäftsführer des Münchener Rennverein e. V., gegenüber turfcast.net. Hintergrund war der notarielle Kaufvertrag zwischen dem 1865 gegründeten Rennverein und der Bayerischen Hausbau aus dem Jahre 2002. Dabei war ein Kaufpreis von 8.4 Mio. Euro verhandelt worden. Ein Zahlung von über 400.000 Euro war an den Münchener Rennverein bereits geleistet worden. Im November 2004 kam dann der überraschende Kurswechsel der Immobilienfirma, die ein Teil des Schörghuber Imperiums ist. Die Bayerische Hausbau wollte auf einmal nichts mehr von dem notariell beglaubigten und gültigen Kaufvertrag wissen und erklärte ihren Rücktritt vom Kaufvertrag, weitere vier Rücktritte sollten im Laufe der nächsten Wochen noch folgen.

Der Münchener Rennverein reichte Klage ein und bekam nun vom Landgericht München 1 bestätigt, dass sämtliche Rücktritte der Bayerischen Hausbau unwirksam sind. Damit kann der Rennverein eine Zahlung von über 8 Mio. Euro erwarten. Der Rennverein, der mit mehren Millionen Euro Schulden in der Kreide steht, könnte mit dem Verkaufserlös seine Bankschulden von ca. 6 Mio. Euro bedienen und wäre schuldenfrei.

„In einem zweiten gesonderten Verfahren“, so Zwingmann, „wird noch eine Schadensersatzklage gegen die Bayerische Hausbau verhandelt. Wäre das Immobiliengeschäft 2004 ordentlich über die Bühne gegangen, wäre der Rennverein schon damals schuldenfrei gewesen.“ Durch die Verzögerungstaktik der Bayerischen Hausbau entstanden dem Rennverein jährliche Kosten in Höhe von über 400.000 Euro an Zinsen, die zum anwachsen des Schuldenberges führten. Sollte der Rennverein auch in diesem Punkt Recht bekommen ist eine weitere Zahlung in Millionenhöhe zu verbuchen.

Die Reaktion der Bayerischen Hausbau ist entsprechend nüchtern. „Das Urteil entspricht nicht unserer Rechtsauffassung. Wir werden den Sachverhalt in aller Ruhe und Sorgfalt prüfen“, antwortete Bernhard Taubenberger (Pressesprecher Bayerische Hausbau) auf Nachfrage von turfcast.net.

Die Bayerische Hausbau hat noch die Möglichkeit gegen das Urteil vom Landgericht München 1 vor dem Oberlandgericht in Revision zu gehen. Sollten der Münchner Rennverein auch in dem gesonderten Prozess der Schadensersatzklage Recht bekommen, kann das für die Immobilienfirma des Schörghuber Imperiums jedoch sehr teuer werden.

Der Münchener Rennverein konnte in der laufenden Saison einen schönen Erfolg für sich behaupten. So war München mit einem Bahnumsatzplus von 15,8 % zum Vorjahr, im bundesweiten Vergleich mit den anderen Rennvereinen der Veranstalter Nr. 1. Der Münchener Rennverein schaffte 2009 (12 Renntage) den Gesamtumsatz 2008 (14 Renntage) von 2.129.879 auf 2.155.925 Euro zu erhöhen. „Wenn wir schuldenfrei sind werden wir ein Rennjahr mit einer dicken schwarzen Null abschließen können“, analysiert Kurt Zwingmann.

© Text & Foto: turfcast.net, München

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  1. Münchener Rennverein im Recht – und bald schuldenfrei?…

    Der Münchener Rennverein e.V. hat nun in dem langwierigen Prozess gegen die Bayerische Hausbau GmbH Recht bekommen. Am 17.12.09 wurde vor dem Landgericht München 1 der Kaufvertrag um das 1,6 Hektar große Grundstück für gültig erklärt. Der Rennverein ka…



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