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Master Minded und die Was-wäre-wenn-Frage

April 29, 2009 by Ekbert 

20090311Chl_UK_0578.JPGturfcast.net – Der Beste, den England über 3200 Meter auf der Jagdbahn zu bieten hat ist derzeit Master Minded. Ein aus französischer Zucht stammender 6-jährige Nikos–Sohn, der bei Paul Nicholls (Foto, links) im englischen Somerset im Training steht. Am 28. Mai gewann Master Minded (Jockey: Ruby Walsh) im irischen Punchestown, die mit 200.000 Euro dotierte Kerrygold Champion Chase Grade I über 3200 Meter.

In der Regel pflegt Master Minded seine Rennen überlegen und mit einem komfortablen Vorsprung zu seinen Verfolgern zu gewinnen. Nicht so diesmal. Big Zeb (Trainer: Colm Murphy) unter Barry Geraghty trat schon früh auf den Plan und ließ den Kontakt zu dem Duo Walsh/Master Minded nie abreissen. Am letzten Sprung war Geraghty mit Big Zeb zur Stelle und startete seinen Angriff. Ein gewagter Angriff, der für die Zuschauer einen gewissen Reiz hatte und das Rennen in der Endphase noch einmal richtig spannend machte. Big Zeb sprang und touchierte den Sprung derart unglücklich, dass er dabei einige Längen zu Master Minded verlor. Geraghty mußte auf Big Zeb nun seinen letzten Trumpf ausspielen, den Speed seines Wallachs. Im Zielpfosten war es ein Pferdekopf, der Big Zeb an einem Triumpf gegenüber Master Minded hinderte. Dritter wurde in dieser Leistungsprüfung Conna Castle (Jockey: Noel Fehily) aus dem irischen Rennstall von James Joseph Mangan.

Die Aufholjagd, die auf den letzten Metern in der Kerrygold Champion Chase stattfand, lässt viel Raum für Spekulationen. Was wäre wenn Big Zeb den letzten Sprung sauber gesprungen wäre. Ja, was wäre dann gewesen?

Master Minded gewann gestern sein 10. Hindernisrennen und erhöhte seine Gewinnsumme auf fast 950.000 Euro. Am englischen Wettmarkt wird der 6-jährige Wallach für die Queen Mother Chase in Cheltenham erneut als Favorit gehandelt. Das besondere daran, das Rennen wird erst im März 2010 gelaufen. Es bleibt also noch genug Zeit um auf eine schöne Wette mit Master Minded zu sparen. Oder vielleicht doch lieber auf Big Zeb? Ja, was wäre wenn?

Seinem Besitzer, Clive D. Smith, kann der Kurs auf dem Wettmarkt jedoch egal sein. Smith hat das außerordentliche Glück die zwei besten Hindernispferde in England zu besitzen. Der 9-jährige Kauto Star, dreimaliger Sieger in der King Georg IV Chase und zweimaliger Sieger im Gold Cup, läuft ebenfalls in seinen grün-gelb-lila Rennfarben. Beide Pferde führen mit einem Rating von 186 (Master Minded) und 184 (Kauto Star) die Statistik der englischen Hindernispferde an.

Am 28. Mai startete im irischen Punchestown das gleichnamige Punchestown Festival, das irischen Pedant zum englischen Cheltenham Festival im März. Bis zum 2. Mai haben an diesen fünf Tagen die Stars der englischen und irischen National Hunt Szene noch einmal Gelegenheit sich, bevor sie in die Sommerpause gehen, ihren Fans zu präsentieren.

© Text & Foto: turfcast.net, München

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