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Fondskonzept der Galopper im Fokus der Justiz

Juni 26, 2010 by Ekbert 

symbol-fernglaseffektturfcast.net – Aus dem Kölner Direktorium, dem deutschen Galoppsportdachverband, wurde auf Nachfrage von turfcast.net ein laufendes Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft Köln bestätigt. Aus der Rennsportzentrale heißt es, dass von Seiten der Staatsanwaltschaft jedoch noch keine Stellungnahme dazu an den Dachverband gegeben wurde. Die Kölner sehen auch keinen Grund zu Panik und bleiben gelassen Ein Sprecher des Direktoriums erklärte dazu: ” Das Kapitalanlagemodell wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft und verfüge über ein Testat”.

Hintergrund der Anfrage von turfcast.net war ein Artikel vom 13. Juni 2010 von Frank Henschker auf dem Internetportal turfnachrichten.de, in dem von einem „Ermittlungsverfahren wegen eines Anfangsverdachts auf Kapitalanlagebetrug“ die Rede war.

Das Kölner Amtsgericht bestätigte auf Nachfrage, dass ein Ermittlungsverfahren Mitte Mai eingeleitet worden sei. Und aus der Pressestelle des Kölner Amtsgerichtes war zu verlauten, dass die Ermittlungen zu diesem Anfangsverdacht noch nicht abgeschlossen seien. Weitere Auskünfte zum Sachstand könnten wegen der laufenden Recherchen nicht gegeben werden. Auch über die mögliche Dauer der Ermittlungen hielt man sich in der rheinischen Justizzentrale bedeckt.

Und darum drehen sich die Ermittlungen:
Ende 2009 wurde das Beteiligungsangebot Speed von der DVR Wirtschaftsdienste und Beteiligungs- GmbH ins Leben gerufen. Mit einer Einlage von mindestens 1000 Euro konnte man als Kommanditist der DG Deutscher Galopprennsport Beteiligungs- GmbH & Co, KG (DG) beitreten. Ziel war es, 15 Mio. Euro einzusammeln, um so den ausblutenden deutschen Galopprennsport eine Zukunft zu sichern. „Eine Investition auf diesem Gebiet erschließt dem Anleger den Zugang zum zukunftsträchtigen, dynamischen Wettmarkt. Gleichzeitig kann es der Eintritt in eine faszinierende Welt sein, die Ihr Leben auch im immateriellen Sinne bereichert“, heißt es im Vorwort des Verkaufsprospektes. Letztendlich konnten nach einer Verlängerung der Zeichnungsfrist über 4 Mio. Euro Investitionskapital für die DG akquiriert werden.

Anfang April 2010 erwarb die DVR Wettbetriebs GmbH für 3 Mio. Euro 40 Prozent an der Bettertainment GmbH, die wiederum 100 Prozent an dem Internetbuchmacher RaceBets International Gaming Ltd. mit Firmensitz in der Steueroase Malta hält. Ob dieser Deal rechtens ist, klären nun unabhängige Richter.

© Text: turfcast.net, München
© Fotomontage: turfstock.com, München

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Comments

2 Responses to “Fondskonzept der Galopper im Fokus der Justiz”
  1. j-weller sagt:

    da ist soviel unklar, das ein staatsanwalt gar nicht reichen dürfte …

  2. Rühl sagt:

    Ich verfolge die Ausbeutung des Deutschen Rennsportes seit Jahren.
    Wir in München hatten einen Vice Präsident Herrn Sundermann, der mit bet bull seine Geldquelle in Maltar gefunden hatte. Es kamen dann weitere sogenannte Selbstbedienungs Wettanbieter im Internet hinzu.
    An der Spitze dieser Ausbeuter des Deutschen Turfs findet man
    Personen die eigentlich in ihrer Funktion, dem Turf helfen sollten und nicht seinen Niedergang . Das beste Beispiel ist doch die 3 Millionen Einzahlung bei race bet, da hat man German tote Besitzer 100% die Rennvereine ,und fördert die Sportwelt, bzw. Herrn v. Schubert mit 3 Mio.€ und dies alles zum Wohle der Deutschen Rennvereine. Es ist erfreulich, dass München nun einen Präsidenten hat, der diese Machenschaften bestimmt nicht unterstüten wird.
    Hoffentlich ist es nicht zu spät.

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