Die Opposition war zu stark
Februar 28, 2009 by Ekbert
turfcast.net – Die Anträge auf einen Untersuchungsausschuss zur Prüfung der Arbeit und Integrität des Präsidiums, die durch die Initiative Galoppsport-Basis unter anderem von Volker Linde, Gestütsleiter des Gestüts Lindenhof, in der Sitzung am 28. Februar 2009 in Bremen eingebracht werden sollten, wurden noch in gleicher Sitzung zurückgenommen.
In angespannter und unruhiger Atmosphäre fand die außerordentliche Mitgliederversammlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht & Rennen e.V. statt und stand ganz im Zeichen des Präsidiums und dessen Argumentationen. “Es ist nicht so gelaufen wie erhofft,“ erzählt Volker Linde, „die Anträge wurden kurzfristig zurückgezogen. „Meinen Antrag habe ich vorgetragen,“ so Linde weiter, „habe ihn aber letztendlich noch vor der Abstimmung zurückgezogen.“ Warum Linde seinen Antrag zurückgezogen hat, begründete er damit, dass die Opposition zu stark war. Von der Initiative Galoppsport-Basis waren ca. 30 Vertreter anwesend, die Opposition war mit ca. 150 Mitgliedern präsent. Nicht nur Volker Linde hat seinen Antrag zurückgezogen, keiner der geplanten Anträge, die das Ziel verfolgen sollten, mehr Information und mehr Transparenz zur Weichenstellung des Deutschen Galopprennsports an den Tag zu bringen, wurde aufrechterhalten. Das Präsidium zeigte sich enttäuscht über das fehlende Vertrauen seiner Mitglieder. Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden während der Großen Woche im August könnten die Anträge nochmals vorgetragen werden.
Fakt ist, dass sich die Vermutungen bestätigt haben, dass die Verhandlungen mit dem englischen Buchmacher Coral Group Trading Ltd. und der neuseeländischen Organisation RaceO International am 18. November 2008 gescheitert sind. Es hatten sich offenbar unüberwindbare Differenzen zwischen RaceO und Coral aufgetan, und die Delegierten von Coral traten unerwartet und über Nacht die Heimreise nach England an. Obwohl die Verhandlungskommission sofort hinterherreiste, konnte kein Einlenken erwirkt werden. Nun tritt also der vielzitierte „Plan B“ in Kraft, der die Finanzierung der Strukturreform in Form eines Fondsmodells sicherstellen soll.
Ab € 1000.- können von jedem, der Interesse hat, Anteile erworben werden. „Plan B“ allerdings ist noch sehr vage aufgesetzt, so die Meinung einiger Anwesenden, und soll noch en detail erarbeitet und mitgeteilt werden. Zu diesem Zweck soll eigens ein Prospekt erstellt und publiziert werden, der die Fragen dazu beantwortet.
© Text: turfcast.net, München





