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Danedream schreibt deutsche Sportgeschichte

Oktober 2, 2011 by  

Danedream gewinnt den Arc in Paris 2011. © german-racing/Frank SorgeKB/RCH – Es war ein strahlender Sommertag in Paris-Longchamp. In Anbetracht der Renn-Resultate kann man nur pathetisch werden. Mit welcher Leichtigkeit die Lomitas-Tochter Danedream den Prix de l´Arc de Triomphe mit fünf Längen Vorsprung gewonnen hat, das war ein Moment für die Geschichtsbücher. Nach glattem Rennverlauf zündete Andrasch Starke vierhundert Meter vor dem Ziel den Turbo und das Rennen war entschieden. Sie hat dieses Rennen in der Rekordzeit von 2:24:49 min. gewonnen und die bisherige Marke von Peintre Celèbre um 0,12 sec. verbessert. Sie hat den Arc ungefähr so beherrscht wie den Großen Preis von Berlin und den Großen Preis von Baden. Scalo in Berlin, Night Magic in Baden-Baden, Shareta in Paris: Ihre Runner-up sind ist aus der Betrachtung von vor dem Rennen in der Tat keine so große Differenz, denn Shareta ging als 500:10-Außenseiterin in das Rennen. Zwar hatte die Aga Khan-Stute aus dem Training von Alain de Royer-Dupré bereits mit ihrem dritten Platz im Gr.1-Prix Vermeille am Tag der Arc-Trials auf sich aufmerksam gemacht. Doch im Kontext der Allstar-Besetzung war ihr noch weniger Aufmerksamkeit zuteil geworden, als der 278:10-Chance Danedream.

Erst die Drittplatzierte, Snow Fairy, doppelte Oaks-Siegerin des vergangenen Jahres aus dem Training von Ed Dunlop, die mit einem Hals hinter Shareta einkam, war das erste Pferd aus dem erweiterten Favoritenkreis und gibt dem Sieg von Danedream die Dimension. Vierter wurde Ballydoyle-Star So you think, eine weitere halbe Länge hinter Snow Fairy zurück, vor St. Nicholas Abbey. Die Favoritin Sarafina wurde Siebte, Vorjahressieger Workforce Zwölfter, der nachgenannte englische St. Leger-Sieger Masked Marvel wurde nur letzter.

Die Reaktionen des Siegerteams waren von schierer Überwältigung geprägt. Siegjockey Andrasch Starke konnte sich schon nicht in der Kutsche zur Siegerehrung auf seinem Platz halten und musste vom Moderator zur Siegerehrung aufgefordert werden. Eigentümer Heiko Volz sagte, es sei ja schon ein Traum gewesen, den Großen Preis von Baden zu gewinnen, nun auch im Arc auf dem Treppchen ganz oben zu stehen, unfassbar. Peter Schiergen wies auf die große Steigerung der Stute seit ihrem fünften Platz im Prix de Malleret auf Gr. 2-Level hin. Auch er zeigte sich gerührt von diesem überragenden Triumph, da er als Jockey nicht einmal im Prix de l´Arc de Triomphe hatte reiten können. Der Tag ist ein überragender Erfolg für den gebeutelten deutschen Galoppsport, für die deutsche Zucht und vielleicht wird man eines Tages sagen können, mit der kleinen, unscheinbaren Danedream begann eine bessere Zeit für den geliebten Sport. Jedenfalls war es der wahrscheinlich schönste Renntag einer ganzen Generation von deutschen Galoppsportfans.

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© Foto: GERMAN-RACING/Frank Sorge

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