Top

Behält Acadius seine weisse Weste?

November 7, 2010 by  

Symbolbild Start. © turfstock.com/BaloghKrefeld – Mit dem Herzog von Ratibor-Rennen im Mittelpunkt einer großen, neun Rennen umfassenden Karte, gibt es am kommenden Sonntag ein großes Finale der Krefelder Turfsaison. 55.000 Euro werden in dieser bedeutenden Traditionsprüfung, die den zweijährigen Pferden vorbehalten ist, ausgeschüttet. So sind fast alle führenden Quartiere Deutschlands im Herzog von Ratibor-Rennen vertreten. Dass diese Gruppe-Prüfung überhaupt zustande kam, ist auch ein Verdienst der Krefelder Bürger. Krefelds Rennclub-Präsident Jan Schreurs: „Als vor wenigen Wochen plötzlich der Sponsor absprang, gerieten wir in Zugzwang. Ich habe persönlich 200 Krefelder Familien angeschrieben, von denen ich weiß, dass ihnen das Wohl und Image der Stadt Krefeld und auch der Rennbahn am Herzen liegt. Ich habe allen versucht klar zu machen, dass wir dieses Traditionsrennen nicht verlieren dürfen. Und es hat geklappt, wir bekamen rund 22.000 Euro zusammen. Verbunden mit den Nenngeldern hatten wir somit das Herzog von Ratibor-Rennen gerettet.“

Gleich drei Pferde aus dem Krefelder Stall von Mario Hofer zielen auf die 55.000 Euro-Börse. Da Stalljockey Terence Hellier am Sonntag in Italien im Premio Ribot Noble Alpha reiten wird, ist nach Reiterverteilung in Krefeld nur schwer auszuloten, wer nun die erste Wahl ist. Immerhin wurde für King’s Hall der französische Spitzenjockey Gaetan Masure verpflichtet. Le Peintre trägt die Farben von Rennsport-Multi-Manager Sebastian Weiss und Fußbal- Spielerberater Lars-Wilhelm Baumgarten, im Sattel des Sohnes von Prix de l‘ Arc-Siegers Peintre Celebre sitzt Henk Grewe. Der dritte Hofer-Schützling im Bunde ist Noble Champion, dem im Besitz des neuen Kölner Rennvereins-Präsidenten Eckhard Sauren steht. Alexander Pietsch wird den Hawk-Wing -Sohn reiten.

Der Star des Herzog von Ratibor-Rennens aber dürfte Acadius aus dem Frankfurter Stall von Jean-Pierre Carvalho sein. Im Sommer war der Lord of England-Sohn bei seinen beiden Starts nicht zu bezwingen, stieg zum besten Pferd seiens Jahrgangs auf. Nach einer leichten Verletzung musste der Hengst einige Monate pausieren, nun steht er vor seinem Neuanfang. Im Sattel des Hengstes aus dem Wiesbadener Stall Lucky Owner sitzt Filip Minarik. Die Farben des 4711-Gestüts Röttgen aus Köln repräsentiert im Herzog von Ratibor-Rennen der von Torsten Mundry trainierte Willo, der Norman Richter im Sattel hat. Ein interessanter Gast reist aus Berlin-Hoppegarten an. Es ist der nach zwei Starts noch unbesiegte Gereon. Die Hamburger Farben von „Kaffee-König“ Albert Darboven trägt Mi Senor, der den Formstall von Andreas Wöhler vertritt. Gestüt Auenquelles Zantano aus dem Mülheimer Stall von Uwe Ostmann vervollständigt das Feld der Gruppe-III-Prüfung.

Gleich zweimal können die Wetter so richtig gewinnen. In der 4. und 8. Tagesprüfung werden jeweils 15.000 Euro in der Viererwette garantiert. Natürlich sind diese beiden Rennen von der Starterzahl stark bestückt, wie überhaupt ein großer Run der Ställe auf das Krefelder Saisonfinale zu verzeichnen ist. Auch die Freunde des Hindernissports kommen auf ihre Kosten, wenn in der dritten Tagesprüfung 14 Steepler auf die 3,8 Kilometer lange Reise gehen. Das Jagdrennen erinnert an den frühen Krefelder Trainer Herbert Cohn, der zu den Größten seines Fachs zählte.

Der erste Start ist bereits um 11.30 Uhr, man sollte sich zeitig auf den Weg in den Stadtwald begeben. Damen und Kinder haben freien Eintritt. Herren, die nicht im Besitz einer Freikarte sind, zahlen fünf Euro. Die Freikarten sind erhältlich in den Kunden Centren des SWK, den Filialen der Sparkasse Krefeld sowie im Tourist Centrum im Schwanen Markt. Vorabreservierungen zum Preis von drei Euro/Platz für die verglaste Logentribüne werden unter der Telefonnummer 02151/58990 entgegengenommen.

© Text: Krefelder Rennclub, Krefeld
© Foto: turfstock.com, München

turfstock-banner-590px

Diskutieren Sie mit.

Ihre Meinung ist gefragt ...
wenn Sie wollen mit Avatar!


Die Leserkommentare an dieser Stelle geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sondern die unserer Leser. Die Redaktion behaelt sich vor, beleidigende, verleumderische, diskriminierende oder unwahre Passagen zu entfernen, Eintraege zu kuerzen und gegebenenfalls nicht zu veroeffentlichen.

Bottom