Top

Folge 9: Wettfieber

Mai 26, 2007 by Ekbert · Leave a Comment 

icon for podpress  Wettfieber: Play in Popup | Download
icon for podpress  Wettfieber: Play in Popup | Download

Das erste Highlight in München-Riem steht vor der Tür, eine Derbyvorprüfung. Das German-Tote Bavarian Classic über 2000 Meter. Die Wunderlichs sind von dem Baden-Badenvirus noch immer nicht geheilt und fiebern diesem Renntag entgegen. In dieser Folge treffen sie auch einen alten Bekannten wieder, den Pelias, der ebenfalls am 28.05.07 wieder an den Start geht. Ekbert ist besonders vom Pferdefieber gepackt, er will ein Pferd für einen dreistelligen Betrag spielen, so sicher ist er sich. Ob das gut geht?

Sassoaloro kommt zum Bavarian Classic

Mai 25, 2007 by Ekbert · Leave a Comment 

MünchenMünchen – Der erste große Höhepunkt der Riemer Galopprennsaison 2007 steht am Pfingstmontag, 28. Mai (Rennbeginn 13.30 Uhr) auf dem Programm, wenn das German Tote – Bavarian Classic (Gruppe 3 – 2000 Meter) gelaufen wird. 50.000 Euro stehen über der – neben dem Kölner Union-Rennen – wichtigsten Derby-Vorprüfung des deutschen Rennkalenders. Cracks wie Monsun, Tiger Hill, Samum oder Ransom O` War stehen in der Siegerliste des Bavarian Classic, das heuer zum ersten Mal und dies recht kurzfristig vom German Tote (http://wetten.germantote.de/ – die Wettplattform der deutschen Galopprennvereine) unterstützt wird. Weitere Sponsorpartner des Renntages sind die Nürnberger Versicherungsgruppe, MAGNABET, Honda Deutschland mit den Händlern Honda Häusler und Autohaus Bauer Ottobrunn.Bei der Vorstarterangabe sind noch 8 Pferde unter Order geblieben. Trainer-Champion Peter Schiergen wird mit Margot Herberts Davidoff den vermutlichen Favoriten der Prüfung satteln. Der Montjeu-Sohn gewann im April das Dr. Busch-Memorial auf Gruppenebene in überzeugender Manier. Anschließend lief der Hengst auch im klassischen Mehl-Mühlens auf der Meile als Vierter ein gutes Rennen. Dabei hinterließ Davidoff den Eindruck, das er über eine weitere Strecke besser aufgehoben sein könnte. Stalljockey Andrasch Starke wird im Sattel sitzen.

Jens Hirschberger, der als Schlenderhaner Privattrainer einen fulminanten Start in seinem neuem Engagement hinlegt, baut auf Allanit, der zuletzt als Dritter im Frankfurter Frühjahrspreis eine ordentliche Leistung ablieferte und für den den Ire Kevin Manning verpflichtet wurde. Auf Georg Baron von Ullmanns Persian Storm, der sein schwaches Saisondebüt korrigieren sollte sitzt Stalljockey Terry Hellier.

Auf einer wahren Erfolgswelle agieren die Dreijährigen von Andreas Wöhler. Sassoaloro, für den der irische Star-Jockey Johnny Murtagh verpflichtet wurde, heißt der Kandidat aus dem Ravensberger Quartier. Zwei Starts und zwei Siege ist die makellose diesjährige Bilanz des Acatenango-Sohnes. Einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ der von Mario Hofer im Krefelder Stadtwald trainierte First Stream (Andreas Suborics) als er am 1. Mai das Mülheimer Derby-Trial vor starker Konkurrenz gewann. Der Ittlinger Lomitas-Sohn ließ der bei dieser Gelegenheit unter anderem Weltträumer (Adrie de Vries) aus dem Stall von Andreas Trybuhl knapp drei Längen hinter sich. Das Achterfeld wird komplettiert von Werner Hefters Wellinas (Adrian McCarthy), der in seinem Quartier stets hochangesiedelte Hengst zeigte in Iffezheim starken Aufwärtstrend. Einer guter Bekannter für das Riemer Publikum ist Lord Hill (Jean-Pierre Carvalho). Der Schützling von Clemens Zeitz gewann im Herbst das Charly Seiffert-Memorial.

Weltklasse: Johnny Murtagh reitet in Riem Sassoaloro
Er gehört zu den besten Jockeys der Welt: Johnny Murtagh hat zweimal das irische Derby gewonnen und gar dreimal in Epsom das englische Derby (Sinndar 2000, High Chaparral 2002 und Motivator 2005), in Frankreich den Prix de l’Arc de Triomphe, die Hongkong Vase und in den USA zweimal den Breeders Cup. Am Pfingstmontag steigt der 37jährige Ire in München-Riem in den Sattel von Sassoaloro, soll für Trainer Andreas Wöhler die mit 50.000 Euro dotierten German Tote Bavarian Classics gewinnen. Bayerns Turffreunde kennen ihn, haben ihm zugejubelt als er 1996 für den Aga Khan auf Timarida den Großen Dallmayr-Preis gewann und im selben Rennen des Jahres 2000 mit Greek Dance triumphierte.

In jungen Jahren war Murtagh ein vielversprechender Fußballer, war schon bei den Blackburn Rovers im Gespräch, ehe er letztlich doch – Vater John war damals erfolgreicher Jockey – die irische Jockeyschule in Kildare besuchte. Von Anfang an hatte der dreifache irische Champion mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, ritt auch Hindernisrennen und hatte 1992 eine Krise zu überstehen, aus der ihm Trainer John Oxx heraushalf. Mit Erfolg, der sich auch in Bargeld niederschlug: Jedes Jahr (von 2000 bis 2002) gewannen Johnny Murtaghs Pferde im Schnitt drei Millionen Pfund (ca. 4,5 Millionen Euro). Der fünffache Vater war stets mit ein paar Prozent dabei …
Murtagh trifft in München auf das Beste, was Jockey-Deutschland zu bieten hat: Andi Suborics, Andrasch Starke, Terry Hellier, Jean-Paul Carvalho, Adi de Vries, dazu der Franzose Julien Auge. Kann gut sein, dass einer von ihnen den kommenden deutschen Derbysieger reitet …

Kinder-Attraktionen
Dass Kinder und Jugendliche (bis 16 Jahre) freien Eintritt auf der Riemer Rennbahn haben, wissen viele. Gratis sind aber auch die vielen Kinder-Attraktionen wie Ponyreiten, Kinder-Kino und der Spielplatz mit seinen Spielstationen. Ein Grund mehr für einen Pfingstausflug mit der ganzen Familie.
Das Fun-Ticket kostet am 28. Mai 22 Euro für Erwachsene. Im Paket enthalten ist der Eintritt (12 Euro), ein Wettgutschein im Wert von 10 Euro, ein Programmheft und ein Erdinger Champ (erhältlich am Führring-Kiosk neben dem Kameraturm).

HONDA zu Gast in München-Riem
Erstmals wird sich HONDA Motor Europe am Pfingstmontag auf der Galopprennbahn Riem präsentieren. Für die Ausstellung zeichnen die Regional-Händler Honda Häusler und das Autohaus Bauer Ottobrunn verantwortlich. Mit dem Honda Type S ist die Civic-Familie komplett vertreten.

MagnaBet neuer Sponsor-Partner
MagnaBet übernimmt als Co-Sponsor die Patenschaft von zwei Rennen am 28. Mai und unterstützt so den Riemer Rennverein. „Als wir von dem doch sehr kurzfristigen Ausstieg des Hauptsponsors hörten, haben wir sofort reagiert und sind nun glücklich, dem Riemer Rennverein in dieser Situation geholfen zu haben.“, sagt Dipl. Ing. René Schneider, General Manager von MagnaBet. „Trotz der gerade mal einwöchigen Vorbereitungszeit haben wir gemeinsam mit MagnaBet ein angemessenes Sponsoring-Paket ausgearbeitet und freuen uns über das schnelle Engagement.“ so Kurt Zwingmann, Geschäftsführer des Münchener Rennvereins.

© Harald Schneider, München

Traditioneller Kölner TNT-Turf Termin

Mai 25, 2007 by Ekbert · Leave a Comment 

logo_koeln_neu.pngKöln- Der Renntag besitzt schon eine gewisse Tradition. Eigentlich ist er fast gar nicht mehr wegzudenken aus dem Saisonprogramm im Weidenpescher Park. Zumal der TNT-Turf-Termin seit „ewigen Zeiten“ am zweiten Pfingstfeiertag stattfindet. Ohne weiteres vergleichbar mit dem Ostermontag, der jahrzehntelang eine feste Verbindung mit dem Kölner Frühjahrs-Ausgleich eingegangen war, bis er erst in den letzten Jahren eine noch deutlich höhere sportliche Wertigkeit erfuhr.

Wenn sich heutzutage ein global ausgerichtetes Unternehmen wie TNT all die Jahre am Pfingstmontag immer wieder neu mit dem Galopprennsport liiert, dann ist das zugleich stets irgendwie auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. Schließlich begann jenes Business, welchem sich TNT verschrieben hat, einst mit reitenden Boten und den ersten Postkutschen. Jedenfalls stand über Jahrhunderte vor der großen Motorisierung das Pferd immer auch mit im Mittelpunkt all jener Unternehmungen, die wir heutzutage unter den Sammelbegriff „Logistik“ stellen.

Darüber hinaus war ja gerade das Rennpferd zugleich ein Inbegriff oder Symbol für Tempo und Schnelligkeit. So gesehen passen die rassigen Vollblüter sehr gut zu einem modernen Logistikunternehmen. Tempo und Schnelligkeit sind schließlich das A und O, wenn es heute darum geht, den Container X von B nach C zu liefern. Oder das Dokument Y von D nach E zu holen.

Früher mögen es Tage und Wochen gewesen sein. Heute zählen Stunden und Minuten. Und manchmal sicher auch Sekunden. Rasant und rasend ist die Zeit mittlerweile fortgeschritten. Entfernungen, die vor ein paar Jahrzehnten noch fast unüberwindbar schienen, werden jetzt in Stunden gemessen.

Kontinente liegen gerade mal um die Ecke. Die großen Ozeane, kaum enden wollende Wüsten oder sich über Hunderte von Kilometern erstreckende Hochgebirgsketten überfliegt der TNT-Jet nonstop binnen weniger Stunden. Von Norden nach Süden oder Osten nach Westen. Und umgekehrt genauso schnell.

Schneller und noch schneller. Diesem Anspruch fühlt sich das Logistikunternehmen TNT stets verpflichtet. Ein Anspruch, den seit Jahrhunderten auch jeder Vollblutzüchter hat: dass am Ende doch sein Pferd das schnellste von allen sein möge.

Tradition besitzt an diesem Pfingstmontag auch, dass die einzelnen Renntitel stets branchenbezogene Akzente setzten. Es ist jedes Jahr immer wieder aufs Neue wie ein Blick ins Schaufenster des Unternehmens TNT. Angefangen vom Global Express-Rennen über das 9:00 Uhr Express-Rennen, das 12:00 Uhr Express-Rennen, das Business Pak-Rennen, das Special Service-Rennen bis hin zum Economy Express-Rennen. Und nicht zu vergessen das Top-Ereignis des Tages, das TNT Express-Rennen um 16.40 Uhr.

Es handelt sich hierbei um einen Ausgleich II über 2.200 Meter. Die Gewichte variieren zwischen 60 Kilo und 53,5 Kilo. Unter der höchsten Bürde tritt der Frontrenner Licato an. Mit „nur“ 53,5 Kilo belastet ist die am Platz trainierte vierjährige Enomis. Zusammen mit La Grand Dame (58 kg) vertritt sie das weibliche Element im Feld. Darlan (57,kg), Alpino (54 kg) und Classic Decision (54 kg) sind die weiteren Aspiranten in der mit 8.100 EUR bestdotierten Prüfung des Tages.

Moderator Wolfgang Rosendahl ist am TNT-Renntag – auch das besitzt Tradition – erneut der Mann für alle Siegerehrungen. Aber keineswegs allein nur das. Zwischen den Rennen wird er außerdem dem Publikum am Führring wieder zahlreiche interessante Informationen zustecken. Außerdem gibt es daneben bestimmt den einen oder anderen Tipp von ihm – oder zumindest einen genauen und fundierten Hinweis zur aktuell guten oder manchmal auch natürlich weniger guten Form der einzelnen Starter.

Für die Kleinen unter den Rennbahnbesuchern dürfte einmal mehr der neue Kinderpavillon die Hauptattraktion sein. Seit Anfang der Kölner Saison 2007 erstrahlt er in neuem Glanz. Überdies warten hier drei Betreuerinnen, um gleich mehrere Augen auf die quirlige Kundschaft zu werfen. Vater und Mutter können demzufolge zwischendurch auch einmal die Gelegenheit nutzen, ein halbes Stündchen in aller Ruhe am Führring die Pferde zu betrachten. Oder sich einfach auf ein Kölsch im Biergarten niederzulassen.

© Elke Reisdorff, Köln

Ein Renntag zum 150-jährigen Jubiläum

Mai 22, 2007 by Ekbert · Leave a Comment 

Bremen

Bremen – Der Bremern Rennverein hat was zu feiern. Und zwar sein 150-jähriges Jubiläum. Damit gehört er zu den ältesten noch existierenden Rennvereinen in Deutschland, die heute noch Pferderennen veranstalten. Vor rund 150 Jahren fanden die ersten Rennen auf dem Hastedter Suhrfeld und später dann auf dem Gröpelinger Wied statt. Dann übersiedelte der Rennverein – zu dieser Zeit noch Bremer Reitklub – 1907 in die Bremer Vahr. Hier hat die Rennbahn bis heute ihr Zuhause. Die Galopprennbahn Bremen zählt seit ihrer Eröffnung im Jahre 1907 durch den damaligen Präsidenten Hermann Vietsch zu den schönsten Bahnen Deutschlands. Bei einem solchen Jubiläum darf ein Renntag nicht fehlen. Am kommenden Sonntag werden ab 13.30 Uhr acht Rennen auf der GaloppRennbahn Bremen ausgetragen.

Der Jubiläums-Renntag bietet dann auch hochkarätige Rennen: Zum Beispiel das „150 Jahre Bremer Rennverein – BBAG Auktionsrennen“, das mit 50.000 Euro dotiert ist und über die Meile führt. Das Rennen trägt den Namen „Auktionsrennen“ nicht von ungefähr, denn es dürfen in diesem Rennen nur dreijährige Pferde starten, die als Jährling in Deutschland auf einer Auktion angeboten wurden. Hat der Besitzer dann noch eine einmalig anfallende Gebühr entrichtet, dann können diese Pferde an allen ausgeschriebenen Auktionsrennen teilnehmen.

Wo ein Jubiläum ist, ist ein zweites meist nicht weit. Auch der Verein für Hindernis-Rennen hat in diesem Jahr was zu feiern: sein 125-jähriges Bestehen. Am kommenden Sonntag findet das Listen-Jagdrennen um den „Großen Preis von Karlshorst“ statt, das mit stattlichen 12.000 Euro dotiert ist. Startberechtigt sind fünfjährige und ältere Pferde.
Passend zum Sommer gibt es am Pfingstsonntag erneut „Erdbeeren mit Sahne“ auf der GaloppRennbahn Bremen. Der Lions Club Bremer Schweiz verkauft die süßen Früchte im Gastronomiezelt; der Erlös geht an „Diabolo“, dem Verein zur Förderung diabetischer Kinder und Jugendlicher.

Das bewährte Rahmenprogramm fehlt auch zum Jubiläum nicht: Kinderbetreuung und die Wettnietenverlosung „Second Chance“ runden den spannenden Sport auf dem Bremer Geläuf ab. Kulinarisches wartet in der Turf-Lounge auf Besucher. Das Verkaufs-Büffet hilft über kleinen und großen Appetit hinweg. Und wer Probleme beim Ausfüllen der Wettscheine hat, bekommt Hilfe von den rot-weiß gekleideten Wetthostessen oder gibt seine Wette bei der sogenannten „Ansagekasse“ auf, bei der kein Wettschein ausgefüllt werden muss.

© Andrea Richter, Bremen

Flori fliegt mit dem Holländer

Mai 20, 2007 by Ekbert · Leave a Comment 

logo_baden_neu.pngBaden-Baden – Sein Sieg im Grossen Preis von Baden im vergangenen September zählte zu den großen Überraschungen, doch im 36. Grossen Mercedes-Benz-Preis bewies Prince Flori, dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege war. Der vierjährige Hengst gewann mit Adrie de Vries im Sattel das mit 90.000 Euro dotierte Hauptereignis des Frühjahrs-Meetings auf dem Rennplatz Iffezheim. Vor mehr als 15.000 Zuschauern wurde Egerton Zweiter vor Derbysieger Schiaparelli.„Er ist zum ersten Mal in seinem Leben als Favorit angetreten“, sagte ein strahlender Trainer Sascha Smrczek, „der Druck war schon groß. Wir wussten auch nicht, ob die 2.200 Meter nicht vielleicht zu kurz für ihn sind.“ Eingangs der Zielgerade sah es einen Moment lang auch nicht gut aus, doch Adrie de Vries brachte Prince Flori rechtzeitig in Schwung. „Ich musste ihn richtig anschieben, denn das Tempo war zu langsam für ihn“.

Prince Flori

Nur knapp um ein Platzgeld geschlagen war der in Iffezheim trainierte Mohandas, der hinter Donaldson Rang Fünf belegte. „Wir haben uns nicht blamiert und sind nur von den Besten geschlagen worden“, sagte Werner Hefter. Vorjahressieger Arcadio enttäuschte mit einem sechsten Platz. „Es hat nicht viel gepasst“, meinte Trainer Jens Hirschberger. „Das Tempo war zu langsam, er benötigt weichen Boden und man darf nicht vergessen, dass es sein erster Jahresstart war.“

Wie es mit Prince Flori weitergeht, ist noch offen. „Wir haben große Pläne mit ihm,“ sagte Heinz Wacek vom Stall Reni. Als nächstes geht es möglicherweise nach Frankreich, Anfang September sollte dann die Titelverteidigung im Grossen Preis von Baden anstehen, damit Prince Flori seinem Ruf als der „König von Baden“ gerecht bleib.

© Text und Foto: Peter Mühlfeit, Internationaler Club, Baden-Baden

Nächste Seite »

Bottom